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Über 10'000 m Bitteres WM-Ende: Wanders muss bei Rennhälfte aufgeben

Der Genfer Julien Wanders kann das Rennen in Doha über 10'000 m nicht zu Ende laufen.

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Wanders gibt 10-km-Rennen überraschend auf
Aus Sport-Clip vom 06.10.2019.
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Ziemlich genau bei Rennhälfte gab Wanders auf. Was den 23-Jährigen im gekühlten WM-Stadion zum Ausstieg bewog, ist weiterhin unklar. Der Athlet wollte unmittelbar nach dem Wettkampf kein Interview geben. Eine Verletzung war nicht auszumachen. Wanders war ansprechend gelaufen und befand sich beim Zeitpunkt der Aufgabe in einer Verfolgergruppe.

Bei Rennhälfte ging nichts mehr

Louis Heyer, Chefcoach Lauf bei Swiss Athletics, sagte nach dem Rennen: «Der Plan lautete, sich im Feld zu verstecken und einfach mitzulaufen. Das konnte er gut umsetzen. Doch als die Post abging, war er einfach leer.»

Wanders, der den europäischen 10-km-Strassenrekord innehat, hatte sich für dieses Rennen viel vorgenommen. Über 5000 m war er in den Vorläufen klar gescheitert.

Julien Wanders.
Legende: Musste aufgeben Julien Wanders. Keystone

Cheptegei gewinnt in Top-Zeit

Den Sieg sicherte sich Joshua Cheptegei aus Uganda mit der Jahresweltbestleistung von 26:48,36 Minuten. Er blieb nur 2 Sekunden über dem WM-Rekord des Äthiopiers Kenenisa Bekele aus dem Jahr 2009 in Berlin. Vor 2 Jahren war er in London noch WM-Zweiter geworden.

Silber ging an Yomif Kejelcja (ÄTH), der nach einem harten Duell knapp eine Sekunde auf Cheptegei einbüsste. Bronze holte der Kenianer Rhonex Kipruto vor Landsmann Rodgers Kwemoi.

Video
Cheptegei holt Gold vor Kejelcja
Aus sportlive vom 06.10.2019.
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Sendebezug: SRF inof/SRF zwei, sportlive, 06.10.2019, 18:00 Uhr

14 Kommentare

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  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Danke für V.Röthlin, überhaupt für die Co-Kommentare an dieser WM. In den Ohren habe ich noch Wanders Schock beim 5000, u.a. über Aehnliche, wie er in seiner Trainingsgruppe hat, "ich weiss nicht, wie die das gemacht haben, auf einmal so schnell zu sein". Ist es zu früh für eine eigene Trainingsgruppe?, für Theorie-Arbeiten zum Thema "Langstreckenlauf"? Auch war er bei einem öV-Treffen zu sehen. Ich finde, was bei den Frauen geschieht, ist vorbildlich - müsste es auch sein für Wanders und Wilson
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    1. Antwort von Erich Singer  (liliput)
      Wilson sollte auch liefern statt nur lafern!
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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Er hat schon recht gehabt aufzuhören als er merkte dass es gar nicht lief. Etwas zu erzwingen, was ihm unter umständen mehr geschadet hätte, wäre nicht gut gewesen. Was er jetzt braucht ist Zuversicht und moralische Unterstützung. Leicht war es für ihn sicher nicht. Ich wünsche Julien Wanders viel Glück und Erfolg auf seiner weiteren Sportkariere.
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  • Kommentar von Stefan Meyer  (zesel)
    Ja, schon klar, dass Herr Wanders noch wenig Erfahrung hat. Nur wenn man bedenkt, dass der Sieger Cheptegei genau gleich alt ist, bin ich mir nicht so sicher, ob es für Wanders trotz des Talents nach ganz vorne reicht. Die Konkurrenz ist einfach unglaublich stark.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Herr Meyer. der Mensch entwickelt sich unterschiedlich, besonders beim Laufen muss man sich in vieler Hinsicht erst finden. Ich gebe zu bedenken das Röthlin auf der Bahn International ein ungeschriebenes Blatt war. Erst als er auf den Marathon wechselte seine bestimmen fand und seine Internationalen Resultate her auslief. Den Stab über Wanders jetzt zu brechen ist aus meiner Sich falsch. Was viele vergessen die Welt ist auch im Sport grösser geworden. Eine Medaille zu erringen viel schwieriger.
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