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Bandi: «Ganz, ganz schlecht für unsere Sportart»
Aus Sport-Clip vom 30.09.2019.
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WM kein Publikumsmagnet Kaum Zuschauer und schlechte Hotels: keine Ausrede

An den bisherigen Wettkampftagen klafften auf den Tribünen in Doha grosse Lücken. Das sagt man im Schweizer Lager dazu.

4 Tage alt ist die WM in Doha. Für ein Fazit aus sportlicher Sicht ist es noch zu früh, aus stimmungsmässiger Sicht fallen die Titelkämpfe aber bislang komplett durch. Sei es im Stadion selber oder auf der Laufstrecke bei den Marathons, Fans waren kaum zu sehen.

Philipp Bandi, Chef Leistungssport bei Swiss Athletics, meint dazu: «Für unsere Sportart ist es ganz, ganz schlecht, dass das Stadion nicht voll ist.» In der Schweizer Delegation sei man aber davon ausgegangen, dass es nicht viele Zuschauer haben würde. «Wir haben gehört, dass von 180'000 Tickets nur 40'000 verkauft wurden. Mit dieser Einstellung sind wir hierher gekommen.»

Mehr Zuschauer und bessere Stimmung am Montag

Bandi hat seine Athleten auf die spezielle Atmosphäre hingewiesen; darauf, dass was die Stimmung betrifft kein Vergleich möglich sei mit der EM 2018 in Berlin oder der letzten WM in London.

Die WM-Organisatoren reagierten am Montag mit einem Communiqué und erklärten, das Stadion sei an den ersten Tagen «zu 70% ausgelastet» gewesen – eine gewagte Aussage. Immerhin verbesserte sich die Stimmung am Montag deutlich. Wohl auch, weil reihenweise Gastarbeiter mit identischen T-Shirts ins Stadion gelassen wurden.

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Bandi: «Liegt nicht am Hotel, wenn man die Leistung nicht bringt»
Aus Sport-Clip vom 30.09.2019.
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Hotel soll keine Ausrede sein

Neben den Zuschauern sorgte in den letzten Tagen auch das Athleten-Hotel für Schlagzeilen. Einige Schweizer sprachen von «unzumutbaren» Zuständen, andere Nationen wechselten gar die Unterkunft. «Es ist hier sicher nicht unzumutbar», relativiert Bandi. «Man hat ein Bett, kann duschen und essen. Und das Essen hat sich mittlerweile deutlich verbessert.»

Es sei da «mit Social Media ein Hype entstanden und das Ganze wird überbewertet.» Im Schweizer Hotel, in dem viele andere Nationen untergebracht sind, logieren auch Medaillengewinner. «Es liegt also nicht am Hotel, wenn man die Leistung nicht bringt», so Bandi abschliessend.

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Bandi: «Der Druck wird relativ gross sein»
Aus Sport-Clip vom 30.09.2019.
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Sendebezug: sportlive, SRF zwei, 30.09.2019, 19:00 Uhr.

24 Kommentare

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  • Kommentar von Kari Raeschter  (K. Raeschter)
    Wieviel Geld haben wohl die Verbands-Funktionäre des IAAF von Katar bekommen, um eine Leichtathletik WM an diesen Ort zu vergeben. Es ist traurig mitanzusehen, wie die Athleten super Leistungen im leeren Stadion ohne Stimmung zeigen. Bin dann mal gespannt, wie dies herauskommen wird bei der Fussball-WM (dies noch in der Weihnachtszeit !!!).
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  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    Welche Kommission ist dafür verantwortlich ?!
    Ich hoffe sehr, diese Leute werden nun in extremis zur Rechenschaft gezogen.
    In so einem heissen Land macht man keine WM's !! Doch das Wohlergehen der Sportler ist diesen Leuten egal. Hauptsache das Geld fliesst.
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  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Es ist natürlich Pech für Bandi, dass der erste Grossanlass, bei der er als Chef Leistungssport dabei ist, gleich diese Flop-WM ist. Das schöne Stadion und die unnötigen Licht-Shows und Startblockkameras machen es auch nicht besser. An die Sportlerinnen und Sportler aber hat man in mehrfacher Hinsicht nicht gedacht. Norwegen hat das Quartier sicher nicht aus Jux gewechselt. Und von den rund 1000 Leuten im gleichen Hotel wie die Schweizer darf man wohl die eine oder andere Medaille erwarten.
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    1. Antwort von Peter Mueller  (Elbrus)
      Sein Vorgänger (von Bandi) hat für die WM 2017 in London das Team im 5 Sterne Quartier einquartiert. Wohl wissend, dass die Qualität der vorgeschlagenen IAAF Hotels bestenfalls 2.5 Sterne war und nicht 4 wie angegeben. Die Norweger sind oft in Appartements und Jugendherbergen und vor allem in Skandinavien ist deren Qualität auf jeden Fall auf 2 Sterne Niveau. Die Norweger haben vor allem auch für Ihre Top Athleten in Zeichen setzen wollen.
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