- Annik Kälin gewinnt erstmals das prestigeträchtige Mehrkampf-Meeting in Götzis.
- Mit einem Total von 6726 Punkten verbessert die Bündnerin ihren eigenen Schweizer Rekord im Siebenkampf von Olympia 2024.
- Simon Ehammer sorgt mit seinem Triumph bei den Männern für einen Schweizer Doppelsieg.
Das Mehrkampf-Meeting in Götzis unmittelbar neben der Schweizer Grenze gehört für die Siebenkämpferinnen jeweils zum Saisonhighlight und in Jahren mit Grossanlässen auch als wichtige Standortbestimmung. Für Annik Kälin lässt sich diese mehr als nur sehen. Mit einem Total von 6726 Punkten entschied die Bündnerin nicht nur als erste Schweizerin das Meeting für sich, sondern verbesserte auch ihren Schweizer Rekord.
Nach dem ersten Tag hatte die Marge auf ihre Bestmarke 25 Punkte betragen. Am Sonntag machte Kälin dort weiter, wo sie am Samstag aufgehört hatte. In ihrer Paradedisziplin Weitsprung landete sie erst nach 6,96 m (!) in der Sandgrube. Weiter war Kälin in ihrer Karriere noch nie gesprungen. Weil der Rückenwind bei ihrem Versuch zu stark war, zählte die Weite nicht als Schweizer Rekord, der damit weiter bei 6,90 m hält. Doch für den Mehrkampf erhielt Kälin die entsprechenden Punkte.
Eine solide Leistung im Speerwerfen (45,25 m) brachte Kälin vor dem abschliessenden 800-m-Lauf in eine vielversprechende Ausgangslage. Mit einer Zeit von 2:11,72 brachte die 26-Jährige ihren Vorsprung souverän über die Runden. In der Endabrechnung war sie damit 87 Punkte besser als bei ihrem alten Schweizer Rekord, den sie an den Olympischen Spielen 2024 in Paris aufgestellt hatte.
Das Podest in Götzis komplettierten die beiden Niederländerinnen Emma Oosterwegel (6705) und Sofie Dokter (6627). Oosterwegel hatte in Tokio 2021 die Bronzemedaille gewonnen.
Im Schatten von Kälin standen in Götzis noch zwei weitere Schweizerinnen an der Startlinie. Sandra Röthlin beendete den Wettkampf mit 5959 Punkten auf Rang 20. Liana Trümpi landete auf Platz 23 (5751 Punkte).