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Nach Urteil am Bundesgericht Semenya: «Werde weiter für Menschenrechte kämpfen»

Die Leichtathletin Caster Semenya will nach dem wegweisenden Urteil des Bundesgerichts ihren langjährigen Rechtsstreit nicht aufgeben.

Caster Semenya.
Legende: Will sich weiter auflehnen Caster Semenya. imago images

«Ich werde weiter für Menschenrechte von Athletinnen kämpfen, für jene auf und jenseits der Bahn – bis wir alle so frei laufen können, wie wir geboren wurden», liess sich Caster Semenya in einer Mitteilung zitieren.

Das Bundesgericht hatte am Dienstagabend ein Urteil veröffentlicht, wonach die Beschwerde der Südafrikanerin zurückgewiesen wurde. Die 29-Jährige war damit gegen ein Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes TAS vorgegangen. Im Kern des Rechtsstreits ging es um eine umstrittene Regel des Leichtathletik-Weltverbandes zum Testosteron-Limit für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen.

Offen liess die zweifache 800-Meter-Olympiasiegerin Semenya, ob sie noch versucht, eine Beschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg einzulegen.

Ihre Anwältin Dorothee Schramm meinte: «Dieser Entscheid ist ein Aufruf zum Handeln – als Gesellschaft können wir einem Sportverband nicht erlauben, sich über fundamentale Menschenrechte hinwegzusetzen.»

Semenya lehnt Medikamente ab

Die Regel verlangt, dass Semenya ihren natürlichen Testosteron-Wert durch Medikamente senken soll, dies lehnt die dreifache Weltmeisterin ab.

Für den Verband dagegen gehört Semenya zu den «biologisch männlichen Athleten mit weiblichen Geschlechtsidentitäten». Sie darf daher nicht an Wettbewerben über Distanzen zwischen 400 Metern und einer Meile starten.

Video
Testosteron-Regel bleibt: Semenya vor Bundesgericht gescheitert
Aus Sport-Clip vom 08.09.2020.
abspielen

SRF zwei, sportflash, 08.09.2020, 20:00 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Roland Gasche  (NachDenker)
    Echt, die Nerven langsam aber sicher. Zuerst gegen Frauen die anders sind, dann war es Rassismus und jetzt bemühen sie noch die Menschenrechte. Das Semeyna alles versucht um ihren Vorteil zu behalten ist ja noch halbwegs verständlich. Dass aber Anwälte eine solch ungerechte und unfaire Ausgangslage zementieren wollen, das ist der eigentliche Skandal. Aber eben, wenn’s ums Geld geht, setzt der gesunde Menschenverstand aus.
  • Kommentar von max stadler  (maxstadler)
    Gratuliere Ihnen Herr Esslinger, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen!
  • Kommentar von LALA BOOM  (LALABOOM)
    ich bin ja dafür das Kiffen legalisiert wird, aber das mit Menschenrecht zu argumentieren wäre mir jetzt nicht eingefallen...