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Celtics und Heat knien – Pierce: «Rassismus ist real» (engl.)
Aus Sport-Clip vom 07.01.2021.
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«Die Welt lacht über uns» Unglaube und Kritik aus dem US-Sport nach Sturm auf das Kapitol

Vor allem die NBA-Basketballer reagieren geschockt auf den Sturm auf das Kapitol und sind sauer über die Umstände.

US-Sportler haben entsetzt auf den Sturm von Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol in Washington reagiert und eine offensichtliche Ungleichbehandlung angeprangert.

Im Gegensatz zur Absicherung der Regierungsgebäude im Zuge der «Black Lives Matter»-Demonstrationen im Sommer habe er weder die Armee noch die Nationalgarde gesehen, sagte der Trainer der Philadelphia 76ers, Doc Rivers, vor dem Heimspiel gegen die Washington Wizards. «Das ist in vielerlei Hinsicht ein Beweis für ein privilegiertes Leben», sagte Rivers am Mittwoch (Ortszeit).

Doc Rivers, Trainer der Philadelphia 76ers.
Legende: Ungläubig Doc Rivers, Trainer der Philadelphia 76ers. Keystone

«Können Sie sich heute vorstellen, was passiert wäre, wenn das alles Schwarze gewesen wären, die das Kapitol gestürmt hätten?», fragte Rivers. «Keine Polizeihunde, die gegen Menschen eingesetzt wurden, keine Schlagstöcke, die Menschen treffen. Leute, die friedlich aus dem Kapitol eskortiert werden. Also zeigt das, dass man eine Menge auch friedlich auflösen kann.»

Unglaube über Ermunterung der Demonstranten

Der Trainer der Orlando Magic, Steve Clifford, sagte: «Unser Land wird in der ganzen Welt ausgelacht. Angefangen damit, wie wir mit der Pandemie umgegangen sind, bis zu dem jetzt. (...) Es ist ein trauriger Tag für jeden.»

Die Basketball-Profis der Boston Celtics und von Vizemeister Miami Heat knieten beim Abspielen der Nationalhymne vor der Partie (s. Video oben).

Zudem veröffentlichten die Spieler eine gemeinsame Stellungnahme. «Der drastische Unterschied zwischen dem Weg, wie Demonstranten im vergangenen Frühjahr und Sommer behandelt wurden, und der Ermunterung für die Demonstranten heute, die illegal gehandelt haben, zeigt, wie viel mehr Arbeit wir zu erledigen haben», hiess es.

Auch Rapinoe und Biles melden sich

US-Fussballerin Megan Rapinoe und die Turnerin Simone Biles teilten mehrere Tweets, die das Verhalten der Sicherheitskräfte im Vergleich zu deren Umgang mit den Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt kritisierten. Der Quarterback der Seattle Seahawks, Russell Wilson, appellierte, die USA müssen «als Nation zusammenkommen».

Der Angriff auf das Kapitol war erfolgt, nachdem der noch amtierende US-Präsident Donald Trump bei einem Auftritt vor seinen Anhängern dazu ermutigt hatte, zum Parlamentssitz zu marschieren – allerdings friedlich.

Radio SRF 3, 07.01.21, 07:30 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Danny Kinda  (Kinda)
    Jaja, die gute Frau Rapinoe kann gut lachen. Mich würde nur interessieren was sie vor dem Mob gemacht hätte. Ich darf des weiteren daran erinnern das auch hierzulande die Polizei oft von "De-eskalierend" spricht. Meistens in Zusammenhang mit linken Krawallmachern. Die Klimajungend die den Bundesplatz für Tage besetzt haben, konnten sich jedenfalls alles erlauben während die Corona Skeptiker im Dezember auf dem selben Platz gleich weggeprügelt wurden.
  • Kommentar von Andreas Hug  (AndiHug)
    Ich finde das der Sport sich nicht immer wieder in politische Angelegenheiten einmischt, die den Sport nicht betreffen.
    Sport und Politik sind getrennt und das sollte auch so bleiben.
    1. Antwort von Andi Briner  (RoyalFlush98)
      Aufgrund Ihres Kommentares wird dieser umgehend obsolet, da durch Ihre Forderung Ihr Anspruch auf freie Meinungsäusserung konsequenterweise genauso unterbunden werden sollte.
    2. Antwort von Matthias Zimmermann  (_schwuppidup_)
      Sport und Politik sind getrennt? Seit wann denn?
    3. Antwort von Andreas Hug  (AndiHug)
      Man kann seine Meinung in seiner Privatzeit kundtun. Das muss nicht über dan Sport komuniziert werden.
    4. Antwort von Peter Müller  (PeRoMu)
      @ A. Hug: Es dürfte Ihrer Aufmerksamkeit entgangen sein, dass mehr als 14 % der Bundesrät*innen für das Thema Sport 'abgestellt' sind (VBS) und dass die Politik Jahr für Jahr Hunderte von Mio. Franken für die Unterstützung und Förderung des Sports ausgibt. Nein! Sport und Politik sind mitnichten getrennt. Weder in Russland noch in China noch hierzulande ...
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Die USA-Tragödie auf dieser Ebene ist erschreckend, zeigt aber deutlich auf, was mit GELD, sehr viel GELD bewirkt werden kann - Wahnsinn pur!! Erschrekenderweise, gibt es weltweit noch mehr solch krasser Beispiele von "Regenten, Regierungen" (Russland, China, Türkei, Iran, Afganistan, Südamerika, Afrika, etc, etc.....= Gewalt-Regierungen, welche Menschenrechte- und leben missachten)! Und da wundert sich die Menschheit, dass eine Seuche diese heimsucht...??
    1. Antwort von Cornelia Back  (momorge)
      Soso, sie glauben, das Virus hätte es sich anders überlegt, wenn wir alles Gutmenschen wären?