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NBA-Spieler war auch Opfer «Ärger» und «fast schon Ekel»: Sefolosha über Polizeigewalt

Thabo Sefolosha hat sich zur gewaltsamen Tötung von George Floyd geäussert. Der NBA-Basketballer findet klare Worte zur Lage in den USA.

Thabo Sefolosha
Legende: Wurde auch schon von Polizisten attackiert Thabo Sefolosha. imago images

Die Videobilder des Vorfalls, bei dem ein weisser Polizist dem in Handschellen am Boden liegenden Afroamerikaner George Floyd während fast 9 Minuten das Knie in den Nacken drückt und dieser so das Bewusstsein und später sein Leben verliert, lösten «Ärger» und «fast schon Ekel» in Thabo Sefolosha aus.

Wenn du als schwarzer Mann in Amerika immer wieder mit solchen Bildern konfrontiert wirst, kommst du irgendwann zum Schluss, dass du das sein könntest.

Er verstehe nicht, wie man einen solchen Mangel an Respekt vor menschlichem Leben haben könne und wieso die Verantwortlichen der Taten nur selten zur Rechenschaft gezogen würden, sagte er gegenüber der NZZ, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Auch Sefolosha wurde schon attackiert

«Wenn du als schwarzer Mann in Amerika immer wieder mit solchen Bildern konfrontiert wirst, kommst du irgendwann zum Schluss, dass du das sein könntest», so der 36-Jährige. Er wisse aufgrund seiner Vorgeschichte in New York genau, «wie schnell man in so eine Situation geraten kann».

Sefolosha war am 8. April 2015 bei einem Discobesuch in Manhattan anlässlich einer Polizeikontrolle trotz kooperativem Verhalten von Polizisten attackiert worden, wobei sie ihm den Unterschenkel brachen. Im Gegensatz zu Opfern wie Floyd habe er «in jener Nacht in New York» einen Schutzengel gehabt.

Hoffnung auf Besserung

Sefolosha hat nach eigener Aussage darüber nachgedacht, mit seinen Töchtern an den Demonstrationen teilzunehmen, «um ihnen ein Stück Weltgeschichte zu zeigen». Letztlich habe er sich aber aus Sicherheitsgründen dagegen entschieden – «auch wegen Corona», begründete er.

Die Bilder von Polizisten, die sich in diesen Tagen mit Demonstranten solidarisieren, bezeichnete Sefolosha im Blick, Link öffnet in einem neuen Fenster als wunderschön. «Wir brauchen mehr davon.» Die Realität, die die Leute Tag für Tag erlebten, änderten diese Bilder allerdings nicht. «Ich will, dass die Polizisten, die jetzt niederknien, eingreifen, wenn das nächste Mal ein Kollege einen Bürger misshandelt, egal ob schwarz oder nicht», so der Waadtländer.

Video
Proteste gegen Rassendiskriminierung in den USA
Aus Tagesschau vom 03.06.2020.
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Tagesschau von 19:30 Uhr, 03.06.20;

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6 Kommentare

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