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SRF-Experte Simmen: «Loginow ist kein unbeschriebenes Blatt»
Aus Sport-Clip vom 22.02.2020.
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An Biathlon-WM in Antholz Doping-Razzia bei Loginow und seinem Trainer

Alexander Loginow gerät erneut ins Visier der Dopingfahnder. Die Polizei tauchte am frühen Samstagmorgen in seinem Hotelzimmer auf.

Die italienische Polizei untersucht am Rand der Biathlon-WM in Antholz einen möglichen Dopingfall im russischen Team. Im Fokus stehen der Sprint-Weltmeister Alexander Loginow und sein Cheftrainer.

Ein Sprecher der Carabinieri bestätigte gegenüber der französischen Nachrichtenagentur afp, dass im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bozen gegen zwei Personen wegen Zuwiderhandlung gegen Paragraph 586 des Strafgesetzbuches ermittelt werde. Dieser untersagt den Gebrauch und die Verabreichung von Dopingmitteln.

Bereits von 2014 bis 2016 gesperrt

Gegenüber der russischen Agentur Interfax bestätigte der Präsident des russischen Biathlon-Verbandes, Wladimir Dratschew, dass es sich bei einer der Personen um Alexander Loginow handelt. Der Sieger des WM-Sprints und Dritte der Verfolgung war bereits von 2014 bis 2016 zwei Jahre wegen EPO-Missbrauchs gesperrt gewesen.

Biathlet,
Legende: Sorgt für Negativ-Schlagzeilen Alexander Loginow. imago images

Polizei um 05:50 Uhr im Hotel

Die Polizisten seien um 5:50 Uhr im Teamhotel der Russen aufgetaucht und hätten während eineinhalb Stunden die Sachen des Cheftrainers Alexander Kasperowitsch und Loginows durchsucht, erklärte Dratschew. Loginow bestätigte dies gegenüber der TV-Station Match TV. «Sie haben sich nur für meine Sachen interessiert», erklärte der 28-Jährige, der ein Zimmer mit Jewgeni Garanitschew teilt.

Sie haben sofort unsere Waffen an sich genommen, als wären wir gefährliche Kriminelle.
Autor: Alexander Loginow

Loginow erzählte weiter, er und sein Teamkollege Garanitschew seien «um sechs Uhr davon aufgewacht, dass sie versucht haben, die Tür aufzubrechen. Sie haben sofort unsere Waffen an sich genommen, als wären wir gefährliche Kriminelle.» Die Ermittler hätten beide Sportler gebeten, «ruhig sitzen zu bleiben in unseren Unterhosen. Ich bat darum, einen Dolmetscher zu bekommen. Das macht mich sehr wütend.»

Die Untersuchung hängt offenbar damit zusammen, dass Cheftrainer Kasperowitsch eine fremde Akkreditierung benutzt hat.

Sendebezug: sportlive, SRF zwei, 15:05 Uhr, 20.2.2020

Agenturen/sta

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