- Océane Michelon (FRA) feiert mit Olympiagold im Massenstart den grössten Erfolg ihrer Karriere. Sie gewinnt vor Julia Simon (FRA) und der tschechischen Überraschungsfrau Tereza Vobornikova.
- Amy Baserga (21.) und Lea Meier (24.) verpassen nach 3 respektive 4 Schiessfehlern die Top 20.
- Dorothea Wierer (ITA) erlebt in ihrem letzten Karriererennen mit Rang 5 einen versöhnlichen Abschluss, Franziska Preuss (28.) bleibt dies verwehrt.
Die französischen Biathletinnen haben zum Abschluss ihrer olympischen Wettkämpfe ihre Vormachtstellung untermauert. Océane Michelon setzte sich im Massenstart in Antholz über 12,5 km vor ihrer Teamkollegin Julia Simon durch. Für beide ist es nicht die erste Medaille an den Winterspielen bei Milano Cortina 2026. Michelon hatte bereits Silber im Sprint gewonnen, Simon Gold im Einzel. Zudem waren die beiden gemeinsam Olympiasiegerinnen mit der Staffel geworden.
Nun also tüteten Michelon und Simon die Medaillen Nummern 6 und 7 für Frankreichs Biathletinnen ein. Rechnet man diejenigen der Männer dazu, nimmt Frankreich sogar 12 Mal Edelmetall mit nach Hause.
Michelon musste zwar zweimal in die Strafrunde, mit der besten Laufzeit aller 30 gestarteten Athletinnen machte sie diese Hypothek aber wett. Simon zeigte sich mit einem Fehlschuss gewohnt treffsicher und fing Tereza Vobornikova noch ab. Die Tschechin bejubelte mit Bronze den mit Abstand grössten Erfolg ihrer Karriere.
Schweizerinnen ohne Wettkampfglück
Den Schweizerinnen gelang im letzten Olympia-Rennen kein Exploit. Lea Meier zeigte eine starke erste Hälfte mit zwei fehlerfreien Liegendschiessen und belegte zwischenzeitlich Rang 7. Nach je zwei Fehlern im Stehendanschlag wurde sie aber zurückgespült. Am Ende fiel die Siebte im Einzel als 24. noch hinter Amy Baserga zurück, die drei Strafrunden drehen musste und Schlussrang 21 belegte.
Bei beiden sass der Frust danach tief. Meier klagte über kein gutes Material. Sie habe extrem viel investieren müssen, um überhaupt dranzubleiben. Dafür zahlte sie in der zweiten Rennhälfte den Preis. Bei Baserga ging bereits beim ersten Aufstieg ein Stock in die Brüche, weshalb sie früh den Anschluss verlor.
Zwei grosse Figuren treten ab
Im Schatten der Medaillengewinnerinnen gingen am Samstag zwei grosse Karrieren zu Ende. Dorothea Wierer bestritt ebenso wie Franziska Preuss ihr letztes Rennen der Karriere. Der Italienerin gelang mit Rang 5 ein versöhnlicher Abschluss. Wäre sie am Schiessstand noch etwas treffsicherer gewesen – Wierer musste zweimal in die Strafrunde – wäre sogar eine Medaille drin gelegen.
Preuss hingegen brachte es beim Schiessen einmal mehr an diesen Winterspielen nicht zusammen. Nach je einem Fehler im Liegendanschlag patzte die Verfolgungs-Weltmeisterin beim dritten Schiessen gleich viermal und fiel ausser Rang und Traktanden. Die Deutsche hätte sich als letztes Resultat mehr als Rang 28 erhofft.