Im Sprint vom Freitag zeigten Lea Meier (18.) und Amy Baserga (21.) in Ruhpolding (GER) gute Leistungen. Dies hat die Schweizer Biathlon-Chefs gefreut. Noch grössere Freude hätten sie indes gehabt, wenn auch Lena Häcki-Gross (35.) in diesen Regionen zu finden gewesen wäre. Denn im Gegensatz zu Meier und Baserga hat Häcki-Gross die Selektionskriterien für die Olympischen Spiele noch nicht erfüllt.
In der Verfolgung erhält die 30-Jährige am Sonntag eine letzte Chance, die Olympianorm von Swiss-Ski doch noch zu schaffen. Dafür muss die Engelbergerin mindestens 10 Positionen gutmachen und in die Top 25 laufen. Gelingt ihr dies nicht, ist Häcki-Gross auf den Goodwill von Swiss Olympic angewiesen. Swiss-Ski dürfte Häcki-Gross am Sonntag so oder so für Olympia vorschlagen. Der Entscheid, ob sie nach Norditalien mitfahren darf, obliegt indes Swiss Olympic.
Es geht auch um die Frauen-Staffel
«Wir hoffen, dass in der Verfolgung mit Lena eine 3. Athletin die Kriterien erfüllt», sagt Rafael Ratti, der Disziplinenchef Biathlon bei Swiss-Ski. Gelingt dies Häcki-Gross nicht, hofft man auf Swiss Olympic. «Wir sind täglich mit Swiss Olympic im Austausch und es ist wichtig, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen», so Ratti.
Mit einer Häcki-Gross an Bord sind die Chancen intakt, dass Swiss Olympic auch eine Staffel für Milano Cortina 2026 meldet (und dafür eine 4. Athletin, wohl Aita Gasparin, selektioniert). Dies will man dann machen, wenn mindestens ein Trio die Selektionskriterien erfüllt hat.
Bei den Männern schaut es besser aus
Bei den Männern ist dies bereits der Fall, haben doch Niklas Hartweg, Sebastian Stalder und Joscha Burkhalter die von Swiss-Ski formulierten Olympia-Kriterien schon erfüllt. Ratti sagt denn auch: «Bei den Männern sind wir dort, wo wir auch gerne bei den Frauen wären.» Es ist davon auszugehen, dass Swiss Olympic mit diesem Trio an Bord auch gleich eine Männer-Staffel für den Grossanlass (ab 6. Februar) selektionieren wird.