- Die Schweizer Curler verlieren den EM-Final in Lohja (FIN) gegen Schweden mit 4:5 und müssen sich mit Silber begnügen.
- Die Equipe des CC Genf gleicht im 10. End in extremis zum 4:4 aus, muss sich im Zusatzend aber geschlagen geben.
- Bei den Frauen setzen sich ebenfalls die Schwedinnen im Final gegen Schottland mit 7:5 durch.
Mit einem 2:4 und dem Recht auf den letzten Stein ging es aus Sicht der Schweizer ins 10. Final-End. Und die Equipe des CC Genf um Skip Yannick Schwaller, Pablo Lachat-Couchepin, Sven Michel und Benoît Schwarz-van Berkel lieferte: Mit seinem letzten Versuch sicherte Schwarz-van Berkel der Schweiz das erste Zweierhaus des Spiels und den Ausgleich in extremis.
Das Zusatzend musste her: Doch der Schweiz gelang es nicht, die erfahrenen Schweden um Skip Niklas Edin genügend unter Druck zu setzen. Mit dem letzten Stein des Spiels machte Edin das benötigte Einerhaus und damit seinen persönlich 8. EM-Titel perfekt. Die Schweiz muss derweil weiter auf das erste Gold an Europameisterschaften seit 2013 warten.
Schweizer doppelt «bestohlen»
Die Schweizer waren bereits nicht optimal gestartet: Mit je einem gestohlenen Stein im 1. und 5. End gingen die Schweden mit 2:0 in Führung. Skip Schwaller und Co. brachten sich mit dem 1:2 im 6. End auf die Punktetafel, ab da schrieben beide Teams jeweils einen Stein – bis zum 10. End und dem Schweizer Ausgleich.
Zum Auftakt der EM im ersten Round-Robin-Spiel hatte die Schweiz die schwedische Equipe noch mit 8:4 vom Eis geschickt.
Auch Schwedinnen holen den Titel
Im Frauen-Final hat sich ebenfalls Schweden Gold gesichert. Das Team um Skip Anna Hasselborg setzte sich gegen Schottland mit 7:5 durch. Die Vorentscheidung fiel im neunten End, als sich die Skandinavierinnen dank einem weiteren Zweierhaus mit 7:4 absetzen konnten.
Für die Rekordsiegerinnen aus Schweden ist es die 22. EM-Goldmedaille, allerdings die erste seit dem Heimturnier 2019. Zuletzt wurden die Schweizerinnen um Skip Silvana Tirinzoni zweimal in Folge Europameisterinnen.