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Olympia-Silber als Abschluss Spitzencurlerin Tirinzoni beendet ihre Karriere

  • Die Spitzencurlerin Silvana Tirinzoni beendet im Alter von 46 Jahren ihre Karriere.
  • Einen letzten Höhepunkt feierten die vierfache Weltmeisterin und ihr Team mit der Olympia-Silbermedaille in Cortina.
  • Für Tirinzonis Teamkolleginnen wird es im Curlingsport weitergehen.

Eine grossartige Karriere geht zu Ende: Curlerin Silvana Tirinzoni zieht sich vom Spitzensport zurück. 2018 taten sich die vormaligen Konkurrentinnen Tirinzoni und Alina Pätz zusammen und entwickelten sich zu einem der erfolgreichsten Teams der Welt. Pätz wurde zur nervenstarken Spezialistin für die letzten Steine, Tirinzoni spielte als Skip auf der Nummer 3 und war hauptsächlich für die Taktik zuständig. Nach den Olympischen Spielen 2022 stiess Carole Howald zum Team, ein Jahr später Selina Witschonke. Nun ist für Tirinzoni Schluss.

Richtig durchgestartet

Die lange Karriere Tirinzonis wurde 1999 mit dem Titel an der Junioren-WM lanciert. In der Folge war es für die Aargauerin nicht einfach, gerade im eigenen Land war die Konkurrenz gross. Erst nach der Enttäuschung 2018 mit einem 7. Platz in Korea bei ihren ersten Olympischen Spielen wurde die studierte Betriebsökonomin und spätere Projektleiterin bei einer Bank zum Curling-Profi.

Zusammen mit Pätz startete sie in der Folge richtig durch. Von 2019 bis 2023 gewann das Team Tirinzoni vier WM-Titel in Folge und blieb sagenhafte 42 WM-Spiele lang ungeschlagen. Dazu kamen unter anderem zwei EM-Titel, zwei WM-Silbermedaillen sowie sechs Siege bei Grand-Slam-Turnieren. Einziger Wermutstropfen: Auch 2022 in Peking verpasste man nach einer überragenden Vorrunde als Vierte eine Olympiamedaille.

Olympiamedaille als Höhe- und Schlusspunkt

Diesen Makel löschte das Quartett des CC Aarau vor zwei Monaten mit dem Gewinn der Silbermedaille. Für Tirinzoni der schönste Moment ihrer Karriere, wie sie sagt. Es blieb der letzte Höhepunkt, denn an der Schweizer Meisterschaft in der Woche darauf unterlagen Tirinzoni und Co. im Final überraschend dem Team von Xenia Schwaller. Damit gab es keine letzte WM, dafür holte Schwaller für die Schweiz Gold.

Das Ende des Teams Tirinzoni kommt nicht überraschend, der Skip war in Cortina die älteste Medaillengewinnerin in der Geschichte von Winterspielen. «Wir trennen uns als Freunde und blicken mit grosser Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück», schreiben die vier Frauen in ihrer Rücktrittsankündigung in den sozialen Medien. «Die zahlreichen Erfolge und Erinnerungen werden für uns unvergessen bleiben.»

Teamkolleginnen machen weiter

Carole Howald will sich auf das Mixed und die Rock League konzentrieren. Alina Pätz und Selina Witschonke planen ihre sportliche Zukunft gemeinsam und prüfen derzeit ihre Optionen.

Radio SRF 3, Abendbulletin, 15.04.2026, 17:30 Uhr ; 

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