Die Saison von Livia Kaiser ist an der Eiskunstlauf-WM in Tschechien mit einer Enttäuschung zu Ende gegangen. Bereits im Kurzprogramm am Mittwoch hatte die 21-Jährige ihr grosses Potenzial nicht ausschöpfen können und nur knapp den Sprung unter die Top 24 geschafft.
Deutlich unter Saisonbestleistung
Am Freitag blieb Kaiser auch in der Kür unter den Erwartungen. Mit 104,67 Punkten kam die Thurgauerin deutlich nicht an ihre Saisonbestleistung von 115,83 Zählern heran, welche ihr an den Olympischen Spielen in Milano Cortina glückte. Auf ihre persönliche Kür-Bestmarke, aufgestellt an der EM 2024, fehlten ihr gar fast 24 Punkte.
Dabei war Kaiser in Prag der Start in die Kür noch gut gelungen. Den dreifachen Lutz, kombiniert mit einem dreifachen Toeloop, konnte die EM-Vierte von 2024 noch einigermassen sicher stehen. Im Anschluss führte Kaiser auch den dreifachen Flip sowie die Kombi dreifach Loop + zweifach Toeloop sauber aus. Danach stand ein Sturz beim dreifachen Salchow jedoch am Anfang einer Fehlerkette, welche der Schweizerin viele Punkte kosteten und von der sie sich nicht mehr erholte. Nach ihrem Programm brach Kaiser in Tränen aus.
In der Endabrechnung machte die Olympia-21. noch eine Position gut und beendete den WM-Wettkampf ebenfalls auf Rang 21. Vor einem Jahr hatte Kaiser WM-Rang 23 belegt, bei ihrer Premiere 2024 war es Platz 9.
Sakamoto mit perfektem Karriereende
An den diesjährigen Olympischen Spielen musste Kaori Sakamoto noch der US-Amerikanerin Alysa Liu den Vortritt lassen und sich mit Silber begnügen. An der WM, bei der Liu auf einen Start verzichtete, liess sich die Japanerin die Goldmedaille nicht nehmen. Die 25-Jährige, die bereits nach dem Kurzprogramm vorne gelegen hatte, war auch in der Kür die Beste. Sakamoto gewann mit ihrer Saisonbestleistung von total 238,28 Punkten vor ihrer Landsfrau Mone Chiba (228,47). Bronze sicherte sich etwas überraschend die Belgierin Nina Pinzarrone (215,20).
Damit verabschiedet sich die nunmehr vierfache Weltmeisterin Sakamoto bestmöglich von der grossen Bühne. Die Japanerin hatte bereits vor der WM angekündigt, dass sie ihre Profi-Karriere Ende Saison beenden wird.