Monatelang hatte Kimmy Repond um ihre Karriere gebangt. Anhaltende Schmerzen im Fussgelenk hatten die Fortsetzung ihrer Laufbahn in Frage gestellt. Doch die 19-Jährige gewann den Wettlauf mit der Zeit und schaffte es an die EM in Sheffield.
Doch beim Mitmachen blieb es nicht: Die EM-Bronzemedaillen-Gewinnerin von 2023, die mehrere Monate keine Sprünge mehr üben konnte, zeigte, dass sie auch ohne viel Training weiter zur europäischen Spitze gehört. Für ihre Vorstellung im Kurzprogramm erhielt Repond 59,29 Punkte. Obwohl sie für das erste Sprung-Element keine Wertung bekam, reichte es für Zwischenrang 6. Ein Blick auf die persönliche Bestleistung (68,68) der Baslerin zeigt, dass natürlich noch Luft nach oben bleibt.
Auch Kaiser hält mit
Nur 2,26 Punkte auf Repond büsste Landsfrau Livia Kaiser als starke 9. ein. Die Thurgauerin, die in der 5. von 7 Gruppen lief, darf mit 57,02 Zählern ebenfalls noch auf die EM-Medaillen schielen. Die 21-Jährige verpasste die EM vor einem Jahr, weil ihr eine Trainingskollegin zwei Tage vor der Abreise die Wade aufgeschlitzt hatte.
Deutlich an der Spitze liegt bei Halbzeit Niina Petrokina. Die Estin liegt bereits mehr als 5,5 Punkte vor der Konkurrenz. Zwischen Nina Pinzarrone (BEL) auf Rang 2, Anna Pezzetta (ITA), Lara Nagi Gutmann (ITA) und Loena Hendrickx (BEL) auf Platz 5 liegen bloss 1,63 Punkte. Die Entscheidung um die Medaillen bei den Frauen fällt in der Kür vom Freitag. Ab 21:05 Uhr sind Sie auf SRF zwei live dabei.
Auch Paarläufer stark
Oxana Vouillamoz und Tom Bouvart zeigten in Sheffield ein starkes Kurzprogramm und erhielten von der Jury dafür 62,78 Punkte. Damit liegt das Schweizer Duo bei Halbzeit auf Rang 6. Der Rückstand auf das Podest beträgt indes bereits mehr als 10 Punkte. Um EM-Gold dürften sich die Top 3 Anastaija Metelkina/Luka Berulava (GEO), Minerva Fabienne Hase/Nikita Volodin (GER) und Maria Pavlova/Alexei Sviatchenko (HUN) streiten.