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1. Spiel in der EM-Hauptrunde Mentalität, Tempo, Intensität: So will die Nati Ungarn ärgern

Die Schweizer Handballer lancieren die Hauptrunde mit dem Duell gegen Ungarn. Ob sie den Schwung mitnehmen können?

Die Schweizer Handball-Nati steht nach einer bemerkenswerten Gefühlsachterbahn am Dienstag zum 2. Mal nach 2004 in einer EM-Hauptrunde. Damit wurde das Minimalziel erreicht. Das Ende der Reise ist aber noch nicht erreicht. «Wenn wir jetzt schon hier sind, können wir auch gleich etwas höher greifen. Mein Ziel ist es, nach Herning zu gehen», gibt Kreisläufer Lukas Laube die Richtung vor. Herning – dort werden die Spiele der Finalrunde (Halbfinals und Spiel um Platz 5) ausgetragen. Dafür müsste die Schweiz unter die ersten 3 kommen.

Klar ist aber, und das ignoriert auch Laube nicht: Auf die Schweizer warten mit Ungarn, Kroatien, Island und Schweden 4 Top-Nationen. Zum Auftakt geht es am Freitag in Malmö gegen die Ungarn, welche die Hauptrunde wie die Schweiz mit 0 Punkten in Angriff nehmen.

Laube trifft auf torgefährlichen Teamkollegen

Die Ungarn verpassten an der letztjährigen WM die Halbfinals in extremis. Im Viertelfinal gegen Kroatien führten sie in der 55. Minute mit 30:26, ehe die Partie noch mit 30:31 verloren ging. Die EM 2024 beendeten sie auf dem 5. Platz. Das Team besteht aus einer interessanten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern.

Live-Hinweis

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Verfolgen Sie das Duell zwischen der Schweiz und Ungarn am Freitag ab 17:40 Uhr live auf SRF info. Spielbeginn ist um 18 Uhr.

Hervorzuheben ist der 23-jährige Bence Imre, ein Teamkollege von Laube bei THW Kiel. Imre erzielte in den bisherigen 3 Partien 20 Tore und ist damit Topskorer seines Teams. «Ich freue mich auf dieses Duell», sagt Laube. «Er ist ein starker Rechtsaussen und auch neben dem Feld ein sehr guter Typ.»

Wir müssen beginnen zu realisieren, dass wir ein gutes Team sind – und nicht nur die kleine Schweiz.
Autor: Lukas Laube

Sehr stark agierte bisher der ebenfalls 23-jährige Goalie Kristof Palasics mit einer Abwehrquote von 35,2 Prozent. Er profitiert von einer stabilen Defensive – kein Team hat in der Vorrunde weniger Gegentore (71) zugelassen. «Es wird eine harte Partie. Sie spielen sehr körperlich, aber auch diszipliniert», weiss Rückraumspieler Lenny Rubin.

Schweizer mit gesundem Selbstvertrauen

Den Fokus wollen die Schweizer allerdings vor allem auf die eigenen Stärken legen. Dass dazu etwa die Mentalität zählt, verwundert nicht, wenn man Laube, Rubin und Flügelspieler Gino Steenaerts zuhört. Alle unterstreichen den Willen und Glauben, in der Hauptrunde etwas reissen zu können.

«Wir müssen beginnen zu realisieren, dass wir ein gutes Team sind – und nicht nur die kleine Schweiz, die einfach ein wenig mitspielen will. Wir haben uns ein gewisses Standing erarbeitet und haben ein gutes, breites Kader», erklärt Laube. Gegen die robusten, kompakten Ungarn gelte es vor allem, sie mit hohem Tempo zu überraschen. «Dann können wir sie packen», ist sich Rubin sicher.

Handball-EM

SRF zwei, Sportflash, 22.01.2026, 20 Uhr ; 

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