Die Schweizer Handball-Nati ist im Aufwind. Seit 2020 nahm sie je zweimal an einer EM- und WM-Endrunde teil. Nun folgt mit den Europameisterschaften in Dänemark, Schweden und Norwegen der nächste Grossanlass für die Equipe von Trainer Andy Schmid.
Das Ziel ist klar: Wie im Vorjahr an der WM wollen die Schweizer die Hauptrunde erreichen. Dieses Unterfangen dürfte nicht ganz einfach werden. Qualifizierten sich an der WM drei von vier Mannschaften pro Gruppe für die nächste Phase, sind es bei der EM nur zwei von vier. An der EM 2024 blieb die Nati in der Vorrunde hängen.
Alles ist möglich
Die Schweiz spielt in der Gruppe D in Oslo. In der norwegischen Hauptstadt trifft die Nati der Reihe nach auf die Färöer (Freitag um 20:30 Uhr), Slowenien (Sonntag um 20:30 Uhr) und Montenegro (Dienstag um 18:00 Uhr). Es ist eine ausgeglichene Gruppe, in der jeder jeden schlagen kann. Oder wie es Kreisläufer Lucas Meister ausdrückt: «Du kannst dreimal gewinnen oder – wenn es dumm läuft – dreimal verlieren.»
Während das letzte Duell mit den Färöern bereits 15 Jahre zurückliegt, fand das einzige Duell mit Montenegro vor etwas mehr als 4 Jahren statt und endete 31:35. Mehr Erfahrungswerte hat die Schweiz mit Slowenien. Im Mai 2024 trafen die beiden Teams im Rahmen der WM-Quali aufeinander. Den 1. Vergleich entschied die Nati auswärts für sich (27:26), das «Rückspiel» in Winterthur ging 34:38 verloren.
So schaut das Schweizer Rezept aus
Schmid gibt die Marschrichtung so vor: «Wir wollen unbedingt nach Malmö, wollen unbedingt in die Hauptrunde.» Und wie schaut das Rezept aus, um dieses Unterfangen erfolgreich zu gestalten? Schmid: «Wir müssen pickelharte Arbeit an den Tag legen. Wir brauchen Spieler, die nahe am Optimum spielen. Und ein Quäntchen Glück sowie die richtige Taktik.» Dann sei er zuversichtlich, dass es mit dem Einzug in die nächste Turnierphase klappe, so Schmid.
Das Auftaktspiel am Freitag gegen die Färöer ist zwar kein Schicksalsspiel, aber es dürfte wegweisend sein. Meister zum Startgegner: «Die Halle wird mit 7000 Färinger gefüllt sein. Wir werden kämpferisch und emotional alles reinhauen.» Halten die Schweizer den Färöern stand, dann wäre ein grosser Schritt Richtung Hauptrunde getan.