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Entschädigung für Biles & Co. Missbrauchsskandal im US-Turnen: Opfer bekommen Millionensumme

Hunderte Opfer des verurteilten Sexualstraftäters Larry Nassar, langjähriger Arzt des Turnverbandes USA Gymnastics, werden mit einer Summe von rund 380 Millionen Dollar entschädigt.

Die Opfer Aly Raisman, Simone Biles, McKayla Maroney und Maggie Nichols bei einer Anhörung in Washington.
Legende: Erhalten finanzielle Entschädigung Die Opfer Aly Raisman, Simone Biles, McKayla Maroney und Maggie Nichols (v.l.) bei einer Anhörung in Washington. imago images

Gemäss dem US-Turnverband einigten sich die Opfer Nassars mit USA Gymnastics, dem Olympischen und Paralympischen Komitee der USA sowie deren Versicherern. «USA Gymnastics bedauert zutiefst das Trauma und den Schmerz, den die Opfer als Folge der Handlungen und Unterlassungen dieser Organisation erlitten haben», sagte USAG-Präsidentin Li Li Leung.

Biles, Raisman und Maroney unter den Opfern

Larry Nassar verbüsst eine lebenslange Haftstrafe, nachdem er sich Ende 2017 und Anfang 2018 schuldig bekannt hatte, während seiner Tätigkeit als Sportmediziner für den US-Turnverband und die Michigan State University (MSU) Athletinnen sexuell missbraucht zu haben. Hunderte Frauen, darunter die Turn-Olympiasiegerinnen Simone Biles, Aly Raisman und McKayla Maroney, hatten Nassar des sexuellen Missbrauchs beschuldigt.

Die MSU bewilligte bereits vor drei Jahren 500 Mio. Dollar Entschädigung für Nassars Opfer. USA Gymnastics hatte 2018 in Folge der Vorfälle Konkurs angemeldet.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Dieses Gericht hat korrekt gehandelt: klar und hart gegen den Täter!!
    Solange sexueller Missbrauch als "Kavaliersdelikte" von unfähigen "Kuscheljustizen" (ua Schweiz) abgehandelt werden, gibt es KEINE Gerechtigkeit für die Opfer!
    Welches Opfer würde sich da schon vor einem Gericht "blossstellen" lassen wollen?
  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Dass es hunderte missbrauchte Frauen "braucht", bis jemand endlich zur Rechenschaft gezogen wird, ist traurig. Was ihnen angetan wurde, kann kein Geld auf der Welt rückgängig machen. Ich hoffe mit der Entschädigung können die Frauen zumindest etwas sorgloser leben. Es zeigt wieder mal auf, wie wichtig es ist, immer wieder genau "hinzuschauen". Ich hoffe die Betroffenen können nun ihre Geschichten so weit verarbeiten, dass es zwar geschehen ist, aber ihr Leben nicht darunter leidet.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Opfer von sexuellen Übergriffen jeglicher Art, Missbrauch, sind "lebenslang" traumatisiert! Daher gehören die Täter "lebenslang" verwahrt!!
    KEIN Geld der Welt, kann sexueller Missbrauch rückgängig machen!!
    1. Antwort von Patrik Worker  (Patrik Worker)
      Die lebenslange Verwahrung bringt den Opfern auch nichts. Es macht weder etwas rückgängig, noch etwas gut. Ausser für den wütenden Zeitungsleser, welcher sein Gemüt kühlen kann und die Welt "gerecht" findet. Strafen gehören zu unseren System, aber ob der Leser im Sessel in der warmen Stube, welcher sich an der Alphanumerischen Steinigung der Täter in alles Welt beteiligt, diese Welt auch besser macht, bezweifle ich.
    2. Antwort von Laura Brunner  (laurabrunner)
      Frau Casagrande, ich gebe ihnen Recht, die Opfer sind ein Leben lang traumatisiert. Ich wurde als Kind selbst Opfer eines Übergriffs.
      Wenn ich aber ihrer Logik folge, sind sie für die Todesstrafe bei Mord. Da muss ihnen entschieden widersprechen.