Dieses Wochenende gehen im Goms die letzten Langlauf-Weltcup-Rennen vor den Olympischen Spielen über die Bühne. Die Schweizer Teamleaderin Nadine Fähndrich verzichtet dabei am Freitag auf den Teamsprint. Der Fokus liegt klar auf dem Einzel-Sprint vom Samstag, der – im Gegensatz zum Teamsprint – wie bei Olympia in klassischer Technik ausgetragen wird.
«Ich will im letzten Sprint vor den Olympischen Spielen frisch sein und dort mit einer guten Leistung Selbstvertrauen tanken», erklärt die 30-Jährige den Verzicht. Am Samstag wolle sie dann Lauf für Lauf nehmen und so am Ende um den Sieg mitkämpfen.
Positive Erinnerungen
Im letzten Einzel-Sprint vor Wochenfrist in Oberhof war bei Fähndrich allerdings nicht viel zusammengelaufen. Die Luzernerin musste trotz ausgedünntem Feld bereits nach dem Viertelfinal die Segel streichen. Damals kam sie jedoch direkt aus einem Trainingslager in der Höhe.
An Weltcup-Rennen im Goms hat die Routinière durchaus gute Erinnerungen. Vor 2 Jahren, als der Tross letztmals im Wallis Halt gemacht hatte, lief sie über 20 Kilometer als 3. völlig überraschend aufs Podest. Daneben gelang ihr in einem Distanz-Rennen erst einmal der Sprung aufs Podium. Auch dieses Jahr steht am Sonntag ein Massenstartrennen über 20 Kilometer auf dem Programm.
«Ich freue mich auch sehr auf den Sonntag. Für ein solches Resultat wie vor 2 Jahren müsste allerdings sehr viel für mich laufen», gibt sich Fähndrich vorsichtig optimistisch. In dieser Saison lief sie abgesehen vom Sprint allerdings noch nie in die Top 20.
Olympia steht vor der Tür
Mit dem Formaufbau ist die Schweizerin trotzdem zufrieden: «Ich merke, dass ich auf dem richtigen Weg bin und langsam in Form komme.» Die Olympischen Spiele seien inzwischen sehr präsent und sie denke jeden Tag an die Strecke im Val di Fiemme.
«Ich weiss, dass Druck auf mir lastet und ich nervös bin. Aber ich weiss, wie ich damit umgehen kann.» Es lohne sich nicht, sich einzureden, man sei nicht nervös. Dann stosse man es einfach weg. «Ich versuche, die Umstände zu akzeptieren und damit umzugehen», erklärt Fähndrich.
Weber lässt ebenfalls aus
Anja Weber, Fähndrichs designierte Partnerin im Teamsprint, verzichtet ebenfalls auf das Rennen vom Freitag. «Ich war letzte Woche noch erkältet und so haben wir entschieden, den Teamsprint auszulassen. Es hat mich schon ein bisschen genervt, aber es stehen noch wichtigere Rennen an», begründet die 24-Jährige.
Auch Weber will dafür im Einzel-Sprint am Samstag voll angreifen. «Die Strecke hat etwas von Val die Fiemme. Es ist eine strenge Strecke mit kurzen Abfahrten», hat selbstredend auch die Zürcher Oberländerin das Saisonhighlight Olympia im Fokus. Nervös sei sie allerdings noch gar nicht, dies komme wohl erst in der unmittelbaren Vorbereitung.
3 Schweizer Duos im Teamsprint
Ohne das Schweizer Spitzen-Duo, das letztes Jahr in Trondheim WM-Bronze einheimste, steht am Freitag im Goms lediglich ein Schweizer Team auf der Startliste. Nadja Kälin und Alina Meier wollen vor dem Heimpublikum über sich hinauswachsen.
Bei den Männern stehen mit Valerio Grond/Janik Riebli und Antonin Savary/Silvan Hauser 2 Schweizer Teams am Start. Grond, der jüngst im Sprint von Oberhof nach Rang 30 in der Qualifikation noch in den Final vorgestossen ist, zeigt sich zuversichtlich: «Die Form stimmt. Ich lege den Fokus jetzt voll auf den Teamsprint, danach muss man sich einfach schnell erholen.»