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Legende: Video Gedopter Este: Karel Tammjärv packt aus abspielen. Laufzeit 02:28 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 02.03.2019.
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Reuiger Doper Este Tammjärv packt aus

Der in den Dopingskandal bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld verwickelte estnische Langläufer Karel Tammjärv erklärt sich.

Karel Tammjärv hat nach seiner Freilassung aus knapp zweitägiger Haft über seine Zusammenarbeit mit dem in Erfurt festgenommenen deutschen Sportarzt Mark S. ausgepackt. In einer Medienkonferenz vor estnischen Medienvertretern in Innsbruck sagte Tammjärv, dass ihm 2016 erstmals eine Injektion von dem Mediziner angeboten worden und er mehrmals zum Doping nach Berlin sowie Frankfurt gereist sei.

Es gab kleinere und grössere Lügen, warum ich irgendwo anders sein musste.
Autor: Karel Tammjärv

«Ich habe entschieden, dass ich mit Blutdoping nachhelfen will», sagte Tammjärv. Den Kontakt zu S. habe der frühere estnische Chefcoach Mati Alaver hergestellt. Das erste Mal, dass sein Blut entnommen und ihm wieder zugeführt wurde, sei im Vorfeld der WM 2017 in Lahti geschehen. «Das hat aber nicht funktioniert, weil ich krank war», sagte der 29-Jährige an der Medienkonferenz gemäss dem estnischen Rundfunk ERR.

Deutscher Sportarzt sprach von Paranoia

Der verhaftete Arzt S. sei mit einem Kollegen mehrmals zu Wettkämpfen gereist und habe Tammjärv dort behandelt. Tammjärv sagte, dass er sich vor seiner Verhaftung in Seefeld durchaus beobachtet gefühlt habe, S. habe dies aber als «Paranoia» abgetan. «Aber wir wurden in der Tat verfolgt, und dann gab es die Razzia», sagte Tammjärv.

Das Doping habe er mit den Geldern privater Sponsoren finanziert. Tammjärv und sein ebenfalls in Seefeld verhafteter Teamkollege Andreas Veerpalu hätten abseits der restlichen estnischen Nationalathleten leben müssen, um ihre Dopingpraktiken zu verheimlichen. «Es gab kleinere und grössere Lügen, warum ich irgendwo anders sein musste», sagte Tammjärv.

Legende: Video Dopingsünder geständig abspielen. Laufzeit 00:36 Minuten.
Aus Ski nordisch: Seefeld aktuell vom 01.03.2019.

Sendebezug: SRF zwei, seefeld aktuell, 01.03.2019, 18:30 Uhr

12 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Sahli  (sahliu)
    Na ja Herr Derungs, vermutlich sind die Norweger halt etwas cleverer als der Rest. Gut es ist ja nicht erwiesen, dass die Norweger doppen. Gemacht haben sie ja es aber auch schon. Aber diese krasse Dominanz ist auch für mich schon etwas suspekt. Ich will hier niemandem etwas unterstellen. Nathalie von Siebenthal hat sich auch schon mal geäussert, es sei frustrierend "diesen Maschinen" hinterher zu laufen.
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  • Kommentar von Mattias Derungs  (Mattias Cristian Derungs)
    Ich frage mich, wieso unser Sportmoderatoren die NorwegerInnen ständig in den Himmel hoch loben ohne je geringste Zweifel anzubringen und einzelne Leistungen etwas zu hinterfragen, als ob diese immer so einfach erklärbar wären! Die Russen werden generell verdächtigt und den Makel des sog. Staatsdopings nicht so einfach los. Ebenso stehen nun wiederum die Östereicher in der Kritik! Bei anderen Nationen, welche laufend an der Weltspitze mitmischen stellt man solche Fragen angeblich nicht, wieso?
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  • Kommentar von Detlef Jahn  (Detlef1963)
    Doping sollte einfach legal sein weil nur 10 Prozent davon das nicht machen.
    Wenn du Gewinnen willst Must du doppen
    Aber das ist jedes Jahr das Gleiche dieses Gerede darüber.
    Auf der Dopingliste steht alles mögliche das du nicht erwischt wirst ist schon eine Medaille wert.
    Schon die Griechen haben gedoppt es gab bloss keine Test keine Liste u.s.w
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    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Unsinn. Nur besser kontrollieren und v.a. häufiger.
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