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Grosse Ambitionen in Riga Letzte Chance auf Medaillenflut für Schweizer OL-Team

Für die Orientierungsläufer steht der Höhepunkt des Jahres an. Das Schweizer Team hofft auf viele Medaillen.

Daniel Hubmann.
Legende: Im Vollsprint zur nächsten Medaille? Daniel Hubmann. Keystone

In Riga hat die Schweiz als Nummer-1-Nation im Orientierungslauf ein letztes Mal die Chance auf eine Medaillenflut. Denn ab 2019 werden die Weltmeisterschaften im OL aufgeteilt und die Anzahl der Medaillensätze reduziert.

  • In ungeraden Jahren kommt eine klassische Wald-WM mit Mittel-, Langdistanz und Staffel zur Austragung (2019 in Norwegen).
  • In geraden Jahren steht eine Sprint-WM in der Stadt mit einem Mixed-Wettkampf im Programm. Zudem wird ein Sprint-Knockout eingeführt.

Christine Lüscher-Fogtmann, die Bereichsleiterin Leistungssport, gibt ihrer Equipe für Riga 2018 die Zielsetzung von 6 Medaillen vor. Die Ansage ist somit deckungsgleich zur EM im Tessin, wo die Schweizer Equipe im Mai die Konkurrenz mit 11 Medaillen in Grund und Boden lief. «Wir sind im Tessin weit über unser Ziel hinausgeschossen. Das durfte so nicht erwartet werden», erklärte Lüscher-Fogtmann die Zurückhaltung.

Viel Erfahrung im Männerteam

Die Schweizer WM-Equipe 2018 verfügt über reichlich Erfahrung, die Besten sind allesamt am Start. Zu den grössten Hoffnungsträgern in Riga zählen bei den Männern der aktuelle Sprint-Weltmeister Daniel Hubmann und Matthias Kyburz, der an den Heim-EM im Tessin zweimal Gold und einmal Silber in den Einzeldisziplinen gewann.

Auch Fabian Hertner, WM-2. in der Mitteldistanz, ist auf die Titelkämpfe im Baltikum gut vorbereitet.

Wyder dürfte wieder vorne mitlaufen

Bei den Frauen zeigte Judith Wyder an der EM, dass sie nach ihrer Babypause bereits wieder zur Weltspitze gehört. Ambitioniert treten auch Julia Jakob-Gross und Elena Roos an – sie liefen im Tessin zusammen mit Wyder mit der Frauenstaffel zu Gold.

Legende: Video Julia Jakob vor der WM abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Aus sportaktuell vom 31.07.2018.

Nach längerer Verletzungspause meldet sich Sabine Hauswirth zurück. Die 30-Jährige hatte die vergangene Saison den Weltcup als Gesamt-3. abgeschlossen.

Pause für Aebersold

Grosse Abwesende im Frauenteam ist Simona Aebersold. Die 20-Jährige lief an der EM 2018 bereits bei der Elite in die Medaillenränge. Die Junioren-Weltmeisterschaften in Ungarn Mitte Juli dominierte die Bernerin mit Gold im Sprint und in der Langdistanz. Nun ist Regeneration angesagt.

Programm OL-WM

Samstag, 4. August:
14:00 Sprint
Sonntag, 5. August:
16:00 Sprintstaffel
Dienstag, 7. August:
11:00 Mitteldistanz
Donnerstag, 9. August:
13:00 Staffel
Samstag, 11. August:
11:00 Langdistanz

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 31.07.18, 22:20 Uhr

1 Kommentar

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  • Kommentar von Erich Singer (liliput)
    Endlich mal eine OL-Verantwortliche die sich realistisch zu Medaillen äussert. Die Schweiz hat bei den Damen wie Herren Top-Läufer. Dies ist aber noch lange keine Garantie dass sich Erfolge wie im Tessin wiederholen oder sogar noch toppen lassen. eine gesunde Bescheidenheit ist durchaus angebracht!
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