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K.o-Sprint in Locarno Aebersold macht die Arbeit, Gydesen holt den Sieg

Die Dänin wird beim Knock-Out-Sprint in Locarno für ihre freche Strategie belohnt. Aebersold glänzt mit dem nächsten Podest.

Simona Aebersold hat beim Knock-out-Sprint in Locarno mit dem Sieg vor Augen Rang 2 belegt. Die Orientierungsläuferin, die in den letzten beiden Saisons den Gesamtweltcup gewonnen hatte, gab im Final früh den Ton an und übernahm die Führung. Am Ende kam es zum Dreikampf mit Hedvig Gydesen (DEN) und Sianoja Maija Sianoa (FIN). Erst auf der Schlussgeraden überholte Gydesen aus dem Windschatten heraus Aebersold – und setzte dabei durchaus auch ihre Ellbogen ein.

Aebersold: «Meiner Meinung nach war da zu viel Körpereinsatz»

«Dass es am Schluss so knapp nicht gereicht hat, nervt mich. Meiner Meinung nach war da zu viel Körpereinsatz», analysierte Aebersold anschliessend. «Ich glaube, Gydesen weiss es selbst. Ich hoffe, dass die Läuferinnen sich in Zukunft etwas anders verhalten. Doch von dieser Szene abgesehen, war es sehr fair. Es hat Spass gemacht, das steht an vorderster Stelle», hegte sie keinen Groll. Und nahm sich auch selbst in die Verantwortung: «Ich habe einige kleine Fehler gemacht.

Für Gydesen war es die Siegpremiere. Ihr Plan, Aebersold die Führungsarbeit zu überlassen und dann im Schlussspurt anzugreifen, ging voll auf. Die Bernerin hatte bereits zum Auftakt des Wettkampf-Wochenendes am Freitag mit Rang 3 den Sprung aufs Podest geschafft. Am Samstag lief sie zudem mit der Mixed-Staffel auf Rang 3. Dies, obwohl sie kurz zuvor von einer Erkältung zurückgeworfen worden war. Natalia Gemperle kam als zweitbeste Schweizerin nicht über den Halbfinal hinaus.

Polsini und Co. verpassen Final

Bei den Männern ging der Final ohne Schweizer Beteiligung über die Bühne. Einzelsprint-Sieger Tino Polsini blieb als Letzter seines Heats im Halbfinal hängen. Zum Verhängnis wurde ihm die Routenwahl. «Als ich sah, wie schlecht meine Variante war, war es wie ein Schlag ins Gesicht», erklärte Polsini anschliessend. Auch für Fabian Aebersold, Benjamin Wey und Timon Suter bedeutete der Semifinal Endstation.

Der Sieg ging – mit Vorbehalt – an Kasper Fosser. Jedoch musste der norwegische Lebenspartner von Aebersold kurz nach dem Rennen noch zittern: Die Jury überprüfte, ob Fosser eine Mauer bei einer Hecke unkorrekt passiert hatte. Letztlich liessen die Schiedsrichter aber Gnade vor Recht ergehen.

SRF info, Sportlive, 26.4.26, 13 Uhr ; 

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