- Die lange im Hintertreffen gelegene Schweiz wird in der Sprint-Mixed-Staffel im Orientierungslauf in Locarno als Dritte gewertet.
- Beim Zieleinlauf reicht es nur zur Position 4, für den Endstand zählt aber das nach Nationen bereinigte Klassement.
- Diskussionslos ist dagegen die Entscheidung um den Sieg, den sich Norwegen mit grosser Reserve sichert.
Nach 2 Schweizer Podestplätzen bei der Saison-Ouvertüre am Heim-Weltcup in Locarno – Tino Polsini hatte am Freitag den Einzel-Sprint gewonnen und Simona Aebersold war Dritte geworden – musste die gastgebende Nation vermeintlich zurückbuchstabieren. In der Sprint-Mixed-Staffel lief das Quartett um Leaderin Simona Aebersold nur auf Rang 4 ein. Da vor ihm aber zwei schwedische Teams positioniert waren, schaute im nach Nationen bereinigten Klassement doch der massgebende 3. Platz und somit ein erneutes Podest heraus.
An der Spitze lieferte die norwegische Equipe eine Machtdemonstration mit einem satten Vorsprung von 45 Sekunden nach knapp 1 Stunde Wettkampfdauer ab. Dahinter folgte auf einem wenig anspruchsvollen Kurs bei allerdings herausfordernden warmen Bedingungen das «Tre-Kronor»-Doppel.
Zunächst gepatzt – und dann noch Boden gut gemacht
Simona Aebersold hatte als Schlussläuferin die komplizierte Aufgabe, ein beträchtliches Loch schliessen zu müssen. Nachdem ihre Teamkollegen und -kolleginnen, Natalia Gemperle, Timo Suter sowie Bruder Fabian Aebersold, keine makellosen Leistungen hatten zeigen können, übernahm sie an Position 6.
Die Bernerin zündete auf der 4. und letzten Ablösung prompt den Turbo und warf sich knapp vor Frankreich noch rechtzeitig ins Ziel. Entsprechend kam sie zusammen mit ihren Landsleuten an der Siegerehrung doch noch zu einem weiteren, zunächst unverhofften Auftritt.