Viele Bilder, die am Freitag um die Welt gehen sollen, sind bereits im Kasten. In den drei paralympischen Dörfern wurden zahlreiche Clips aufgezeichnet. Das Fernbleiben diverser Nationen von der Eröffnungsfeier in Verona wird somit am TV kaum auffallen.
Ohnehin wären vor Ort im Amphitheater aus Platzgründen nur 2 Vertreter pro Land zugelassen gewesen. Und selbst so sei das Interesse der Athletinnen und Athleten gering, da die Wettkampforte Cortina und Tesero weit weg liegen und der Zusatzaufwand somit enorm wäre.
Boykott statt Fest
Die riesige Eröffnungsfeier im Vogelnest von Peking vor 4 Jahren sei «eines der Wow-Erlebnisse in meinem Leben» gewesen, sagte der deutsche Skifahrer Christoph Glötzner: «Es ist echt schade, dass das den Athleten jetzt genommen wird.»
So wird die Eröffnungsfeier von einer Reihe von Boykotts überlagert. Ungefähr ein Dutzend der rund 60 Teilnehmernationen wird entweder aus Protest gegen den Start von Russland und Belarus unter eigener Flagge oder aus logistischen Gründen keine Sportler entsenden.