Robin Cuche reist mit vier Medaillen im Gepäck von den Paralympics in Milano Cortina ab. Der Neuenburger sicherte sich am Sonntag im Slalom Bronze. Der Medaillengewinn des 27-Jährigen hatte sich nach dem 1. Lauf nicht unbedingt abgezeichnet.
Cuche belegte in der Kategorie Stehend bei Halbzeit nur Zwischenrang 6. Seine Fahrt war bei schwierigen Sichtverhältnissen quasi einem Blindflug gleichgekommen, der Rückstand auf Bronze betrug beinahe eine Sekunde.
Bronze hat nach 2x Gold und 1x Silber noch gefehlt
Auch in der Entscheidung hatte Cuche alles andere als gute Sichtverhältnisse, er brachte seine Fahrt aber in beeindruckender Manier hinunter. Gleichzeitig profitierte er davon, dass dies anderen nicht gelang. Hinter dem Russen Alexei Bugajew und dem Neuseeländer Adam Hall sicherte sich Cuche mit 3,18 Sekunden Rückstand Rang 3 und komplettierte damit seinen Medaillensatz.
In der Abfahrt sowie im Super-G hatte er jeweils Gold gewonnen, gefolgt von Silber im Riesenslalom. Einzig in der Alpinen Kombination ging der Neffe von Didier Cuche leer aus, nachdem er im Super-G ausgeschieden war.
Weniger gut lief es den anderen beiden Schweizern in der Stehend-Kategorie. Für den 19-jährigen Emerick Sierro resultierte Rang 14, Théo Gmür, dreifacher Goldgewinner vor 8 Jahren in Pyeongchang, belegte Platz 17.
In der Kategorie Sitzend war die Schweiz mit Christophe Damas und Pascal Christen doppelt vertreten. Für Christen war das Rennen allerdings bereits nach dem 1. Lauf vorbei. Damas klassierte sich auf dem 13. Rang. Der Sieg ging an Jeroen Kampschreur. Der Niederländer hatte bereits im Super-G sowie in der Alpinen Kombination Gold gewonnen.