Veronika Aigner gehört zu den besten Skifahrerinnen in der Kategorie sehbeinträchtigt. Schon in Peking hatte sie an den Paralympics Gold im Riesen- sowie Slalom errungen. Doch dass die 23-jährige Niederösterreicherin nun in der Abfahrt in Milano Cortina nachdoppelte, war schon etwas Besonderes.
Denn: Ihr eigentlicher Guide, ihre Schwester Elisabeth, fehlte verletzt. Kurzerhand sprang die erst 16-jährige Lilly Sammer ein – und führte Aigner prompt zu Abfahrtsgold. Die Schülerin eines Skigymnasiums erklärte anschliessend grinsend, es habe so gut geklappt, weil sie «genau so deppat wie die Aigners» sei.
Bruder zum Sieg gezwungen
Veronika wiederum gab ihrem Bruder Johannes mit auf den Weg: Wenn er nicht auch die Abfahrt gewinne, rede sie nicht mehr mit ihm. Und was machte der Peking-Doppel-Paralympicssieger wenige Stunden später? Er fuhr die nächste Aigner-Goldmedaille ein.
Übrigens: In Peking hatte es noch zwei weitere Familien-Medaillen gegeben – durch Johannes' Zwillingsschwester Barbara. Diese beendete inzwischen jedoch ihre Karriere.