Für Langläuferin Kathrin Marchand ist bei den Paralympics der Medaillentraum auf bittere Weise geplatzt. Die frühere Ruderin lag im Rennen der stehenden Klasse über 10 km lange auf Bronzekurs, hatte bei Rennhälfte 23,3 Sekunden Vorsprung auf die Viertplatzierte. Dann erlitt die Deutsche nach ersten Informationen einen Schwindelanfall, musste sich hinsetzen und gab das Rennen schliesslich auf.
Im Sommer und Winter Vierte an Paralympics
Marchand hatte vor 5 Jahren einen Schlaganfall erlitten, im Vorwinter stand sie erstmals auf Langlaufski. Mit Weltcup-Podesten qualifizierte sie sich im Eiltempo für die Paralympics, wo sie bei ihrer Premiere im Sprint als Vierte um 1,9 Sekunden Bronze verpasst hatte. Schon bei den Sommer-Paralympics 2024 hatten bei ihrem 4. Platz im Mixed-Vierer im Rudern nur 6 Hundertstel zu Edelmetall gefehlt.
Die 35-Jährige war als Ruderin 2 Mal bei Olympischen Spielen, einmal bei den Sommer-Paralympics. Mit der Teilnahme bei Milano Cortina startete sie als erste Athletin auch noch bei Paralympischen Winterspielen.