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Nächste Medaille für Schär
Aus Tokyo 2020 Clips vom 31.08.2021.
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Silber auch über 1500 m Paralympics: Schär fährt zur nächsten Medaille

  • Manuela Schär wird an den Paralympics in Tokio zur grossen Abräumerin: Bei ihrem 3. Start resultiert mit Silber über 1500 m ihre 3. Medaille.
  • Die Rollstuhlathletin wird nach langer Führungsarbeit erst auf der Zielgeraden von der Chinesin Zhou Zhaoqian überholt.
  • Nach dem erneuten Gold-Coup von Marcel Hug in der Nacht auf Dienstag steht die Schweizer Delegation in Japan bei aktuell 6 Medaillen.

Lange 13 Jahre musste sich Manuela Schär gedulden, ehe sie ihre Paralympics-Medaillenkollektion ausbauen konnte. Nach je einmal Silber und Bronze 2004 in Athen sowie einem nächsten 3. Rang 4 Jahre später in Peking hatte es gestockt mit weiteren Errungenschaften.

Dafür ist die mittlerweile 36-jährige Luzernerin bei ihrer 5. Paralympics-Teilnahme so richtig in Fahrt gekommen. Nach Silber über 5000 m zum persönlichen Auftakt und dem 800-m-Titel glückte Schär über 1500 m der 3. Streich in Tokio. Mit wiederum Silber verdoppelte sie somit bei den «Geisterspielen» in der japanischen Metropole auf einen Schlag ihre paralympische Podestplatz-Ausbeute.

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Die Schlussphase des 1500-m-Rennens mit Schär
Aus Sport-Clip vom 31.08.2021.
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Und: Es folgen noch zwei Chancen – in den Schlusstagen des Grossanlasses auf der vollen Bahnrunde nach einem freien Tag ab Donnerstag und schliesslich im Marathon.

Stark weggekommen, auf den letzten Metern eingeholt

Die 1500-m-Weltrekord-Inhaberin (in 3:12,35 Minuten) kontrollierte das Rennen in der Kategorie T53/T54 bei heiklen Verhältnissen auf der nassen Bahn von Beginn weg. Sie diktierte lange ungefährdet das Tempo und hielt zunächst allen Angriffen stand, als sie auf der letzten Runde von den Konkurrentinnen hart bedrängt wurde.

Erst im Zielsprint konnte Schär der heranbrausenden Chinesin Zhou Zhaoqian nicht mehr Paroli bieten. In der persönlichen Bestzeit von 3:27.63 Minuten rettete die 23-jährie Asiatin 28 Hundertstelsekunden Vorsprung ins Ziel.

Auch dem Regenwetter getrotzt

Schär kommentierte nüchtern: «Am Ende war eben eine Athletin noch etwas spritziger.» Mit Silber sei sie aber rundum zufrieden, sie geniesse es so richtig. Nicht unbedingt zum Geniessen war dagegen der Wettkampf selbst, der im Regen äusserst energieraubend war und alle Starterinnen vor grosse technische Herausforderungen stellte.

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Schär nach Silber: «Bin mega stolz, denn es war kein einfaches Rennen»
Aus Sport-Clip vom 31.08.2021.
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Die Schweizerin stellte in Tokio unter Beweis, dass sie bei ganz unterschiedlichen Bedingungen jeweils Top-Leistungen abrufen kann.

Bronze ging an Madison de Rozario aus Australien. Die US-Mitfavoritin Tatyana McFadden kam nicht über Rang 5 hinaus, Landsfrau Susannah Scaroni verlor bereits am Start infolge Probleme mit den Handschuhen den Anschluss.

SRF zwei, sportlive, 31.08.2021 12:35 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Mattias Derungs  (Mattias Cristian Derungs)
    Als Erstes möchte ich allen Athleten der Paralympics zu ihren Leistungen gratulieren, welche sie bis jetzt abliefern konnten. Was ich hingegen nicht verstehe ist, dass es beim SRF nicht denselben Service gibt wie bei den Olympischen Spielen der nicht beeinträchtigten Athleten? Einzig Live-Übertragungen und entsprechende Videos können nachgeschaut werden. Die Rubrik Paralympics sowie ein Medaillenspiegel der teilnehmenden Nationen fehlt bzw. kann nirgends nachgefragt werden!
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Wie sagte einst ein berühmter Komponist, dessen Geburtstag sich letztes Jahr zum 250.Mal jährte, als er als junger Mann bemerken musste, dass sein Gehör immer schwächer wurde und bis zur völligen Ertauben führte: "Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich nicht". Es scheint, dass sich die Behindertensportler*innen diese berühmten Worte zu Herzen nehmen.
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Unsere Behindertensportler*innen geben alles. Sie geben mehr als ein "Normal"-Sportler. weil sie z.T. schwere Handicaps überwinden müssen und dies mit beispielloser Willensstärke, Elan und auch mit Begeisterung tun. Ihre Leistungen sollten von den Medien viel mehr gewürdigt und ihre Medaillen zu denjenigen der "normalen" Sportler*innen gezählt werden, jawolll !!!