Robin Cuche und die Paralympics – das ist bislang noch keine Liebesgeschichte. Seine Feuertaufe erlebte der Neuenburger bereits als 15-Jähriger in Sotschi. Im Riesenslalom und Slalom reichte es dem Neffen von Didier Cuche zu den Rängen 17 bzw. 12.
Wesentlich bitterer verliefen die Spiele in Pyeongchang für den Allrounder. In 5 Disziplinen am Start, schied er im Super-G, Slalom, Riesenslalom und in der Kombination aus. Einzig in der Abfahrt kam der Stehend-Fahrer ins Ziel und holte sich als 8. ein Diplom.
Diplome gab es dann auch 4 Jahre später in Peking: als 6. im Super-G und 8. in der Super-Kombi. Doch das reicht selbstredend nicht für einen, der schon 5 WM-Silbermedaillen eingefahren und zwischen 2023 und 2026 den Abfahrts-Weltcup 4-mal in Folge gewonnen hat. Dazu kommen 66 Podestplätze im Weltcup (22 Siege).
Start in 5 Disziplinen
Bei Milano Cortina 2026 will Cuche nun Verpasstes nachholen. «Ich will eine Medaille», stellt er unmissverständlich klar. Im Weltcup hat der 27-Jährige in dieser Saison in sämtlichen Disziplinen Podestplätze eingefahren, er will auch in Norditalien in allen 5 Disziplinen starten. Seine Vorliebe gilt indes den Speed-Rennen. «Die grösste Chance habe ich sicher in der Abfahrt», sagt Cuche. Seinen ersten Renneinsatz hat er am Samstagmorgen (live ab 9:15 Uhr im SRF-Stream).
Mit der Favoritenrolle könne er gut umgehen, meint Cuche. Er kenne das aus dem Weltcup und «da bin ich schon ein paar Jahre unterwegs. Der grösste Druck kommt sowieso von mir selber.»