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105. Tour de France Wer kann Froome kitzeln?

Am Samstag beginnt die Tour de France. Ambitionierte Fahrer wollen den umstrittenen Chris Froome vom Thron stürzen.

Wenn auf der Atlantikinsel Noirmoutier bei Nantes der Startschuss zur 105. Ausgabe der «Grande Boucle» erfolgt, werden die Augen vor allem auf einen gerichtet sein: Chris Froome.

Die Geschichte um die Salbutamol-Affäre und der kürzliche Freispruch durch den Weltverband UCI haben nicht alle Kritiker zum Verstummen gebracht, doch wird der Fokus von den Doping-Vorwürfen nun endgültig zurück auf den Sport verlagert.

Wie angreifbar ist Froome?

Favorit ist der Brite unabhängig vom grossen Trubel um seine Person, doch die Frage, wie weit die Vorbereitungen des Sky-Leaders auf das Saison-Highlight beeinträchtigt wurden, dürften sich auch seine Gegner gestellt haben.

Legende: Video Froomes Sieg im Vorjahr abspielen. Laufzeit 01:53 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 23.07.2017.

Das Ziel, den fünften Toursieg Froomes zu verhindern, verfolgen Fahrer, die sich bei der Tour de Suisse, dem Giro d'Italia oder dem Critérium du Dauphiné so richtig in Form gebracht haben. In der Bildergalerie erhalten Sie eine Übersicht, wer sich berechtigte Hoffnungen auf einen Exploit machen darf.

Zum Auftakt fehlt im Vergleich zu früheren Jahren der Prolog. Die Zeitfahrer kommen aber dennoch auf ihre Kosten: Ein Mannschaftszeitfahren am dritten und ein Kampf gegen die Uhr über 31 Kilometer am zweitletzten Tag stehen auf dem Programm. Besonders der Giro-Zweite Tom Dumoulin, aber auch Tour-de-Suisse-Sieger Richie Porte dürften sich die Hände reiben.

Wieder auf die Alpe d'Huez

Für die reinen Bergspezialisten wie den französischen Hoffnungsträger Romain Bardet, Nairo Quintana oder Vincenzo Nibali sieht der Etappenplan ebenfalls anspruchsvolle Prüfungen vor.

Nach zwei Jahren Unterbruch steht zum insgesamt 30. Mal in der Geschichte der Tour der legendäre Anstieg nach Alpe d'Huez an. Den 21 Kehren zum Ende der 12. Etappe geht eine besondere Kraftprobe voraus, gilt es doch gleichentags mit dem Col de la Madeleine und dem Col de la Croix de Fer zwei weitere Anstiege der «Hors catégorie» zu bewältigen.

Ein besonderes Spektakel verspricht auch die 17. Etappe in den Pyrenäen. Sie ist mit 65 Kilometern zwar ungewohnt kurz – die kürzeste im Massenstart seit über 30 Jahren – davon führen aber 38 Kilometer bergauf. Zum Dessert folgt der Schlussanstieg auf den steilen Col du Portet, mit 2215 Metern über Meer das Dach der diesjährigen Tour.

Sendebezug: sportaktuell, 05.07.2018, 22:35 Uhr

6 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Nogler (semi-arid)
    Liebe Kommentierende, besinnt euch doch einmal endlich. Es geht hier um eine Landesrundfahrt und um Sport, nicht um Verschwörungstheorien gegen Sportverbände und Leistungssportler. Es ist sicherlich gut gewisses zu hinterfragen, allerdings muss einem doch bewusst sein, dass im UCI Experten arbeiten und nicht irgendwelche 0815-Hofnarren; diese machen gelegentlich auch Fehler, doch tun sie in den meisten Fällen ihre Arbeit gut.
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  • Kommentar von Konrad Pfister (Konrad Pfister)
    Dass es keine Auschreitungen seitens Zuschauer geben darf ist schon klar, aber für wie dumm glaubt die UCI dass sie die Leute nehmen kann? Andere Fahrer wurden wegen weniger hohen Überschreitungen der Salbutamol Limite gesperrt, und für Froome ist das jetzt ganz OK? Der letzte Rest Glaubwürdigkeit des Profi Radsports ist für mich jetzt dahin...
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  • Kommentar von Cédric Cossovas (E-Goal)
    ...Lance Armstrong!
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