Nach seiner Solo-Show am Dienstag auf der 2. Etappe der Baskenland-Rundfahrt verteidigte Paul Seixas (Decathlon CMA CGM) seine Führung in der Gesamtwertung am Mittwoch souverän. Das 19-jährige Top-Talent aus Lyon steuert im Norden Spaniens auf seinen 1. Gesamtsieg auf World-Tour-Niveau zu – und befeuert den Hype in seiner Heimat.
«Dieser Junge wird mal ein Monster auf dem Rad», adelte ihn im März Tadej Pogacar. Damals hatte der Weltmeister gerade die Strade Bianche gewonnen. Der Fahrer, der am längsten mit Pogacar mithielt, war Seixas. Für eine Wachablösung an der Spitze der Radsport-Nahrungskette ist es noch zu früh. Pogacars designierter Nachfolger aber steht offenbar bereit.
Geträumt wird deshalb vor allem in Frankreich. Seit Bernard Hinault 1985 hat kein Franzose die Tour de France gewonnen. Glaubt man Stimmen aus der Grande Nation, wird Seixas die Durststrecke beenden. «Ich glaube, er ist der Auserwählte», sagte Marc Madiot, Präsident des Teams Groupama-FDJ United, Anfang März. «Er ist der Messias. Er hat etwas, was nur wenige haben, wie Pogacar.»