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Küng warnt vor gedrängtem Programm
Aus sportflash vom 16.04.2020.
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Dicht gedrängter Radkalender Küng: «Wir sind keine Roboter»

Während der neue Kalender von vielen Radprofis positiv aufgenommen wurde, äusserte Stefan Küng auch einige Bedenken.

Nach der Neuansetzung der Tour de France am Mittwoch war die Erleichterung im Fahrerfeld gross. Von «Licht am Ende des Tunnels» sprach etwa Chris Froome, und auch der Franzose Julian Alaphilippe wählte ähnliche Worte.

Auch Stefan Küng nahm die Bekanntgabe des neuen Tour-Datums und die Pläne des Radsport-Weltverbandes UCI, auch die beiden anderen grossen Rundfahrten sowie die Frühjahrsklassiker ab Ende August nachzuholen, erfreut zur Kenntnis. Aber nicht nur.

Viel Skepsis bei Küng

Einen neuen Kalender zu haben, sei gut und recht, aber momentan stehe in den Sternen, ob diese Rennen dann überhaupt durchgeführt werden können, gibt der Ostschweizer angesichts der unklaren Entwicklung der Corona-Pandemie zu Bedenken. «Und wenn das alles wirklich so stattfinden könnte, dann ist es ein brutal dichtes Programm», so der 26-Jährige.

Küng weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass der momentane Plan vorsieht, dass die Tour de France an jenem Sonntag zu Ende geht, an dem in Aigle das WM-Zeitfahren über die Bühne gehen soll. «Nur schon dort gibt es eine Überschneidung», sagt Küng und spricht zudem logistische Schwierigkeiten an: «Wenn die Saison bis im November dauert, sind einige Alpenpässe schon zu.»

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Küng über die mentale Herausforderung des dichten Programms
Aus Sport-Clip vom 16.04.2020.
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Auch mental sei der neue Rennkalender eine enorme Herausforderung. Ein Monat Pause zwischen dem Giro und der Tour sei schon etwas knapp, nun wolle man 3 Rundfahrten in 3 Monaten durchpeitschen, rechnet Küng vor. «Wir sind keine Roboter. 10 Monate Radsaison nun in 3 Monaten nachzuholen, das geht nicht.»

Noch kein spezifisches Training

Küng zeigt für die ehrgeizigen Pläne der UCI respektive der Tour-Organisatoren aber auch Verständnis. «Es sind verschiedene Organisatoren und jeder würde gerne sein Rennen durchführen», so der Groupama-FDJ-Profi.

Küng ist sich sicher, dass es bei der definitiven Durchführung aller geplanten Rennen auf jeden Fall noch Kompromisse geben wird. Sollte sich abzeichnen, dass nicht alle Rennen tatsächlich stattfinden können, ist für den letztjährigen Bronzegewinner im WM-Strassenrennen klar: «Aus ökonomischen Gründen muss die Tour de France Priorität haben».

Unmittelbar in die Tour-Vorbereitung wird sich Küng mit seinem Team nicht stürzen. Man sei momentan noch vorsichtig. «In 4 Monaten kann viel passieren. Und jetzt schon spezifisch trainieren kann man auch nicht.»

SRF zwei, «sportflash», 16.04.2020, 20:00 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rudolf Moser  (R. Moser)
    Stefan Küng hat natürlich recht, die Rennfahrer sind keine Roboter. Allerdings haben aber, zumindest die Pro-Tour-Teams 24 und mehr Fahrer unter Vertrag und an den Rennen können jeweils nur 8 Fahrer pro Team teilnehmen. Es sollten also genügend Athleten vorhanden sein um auch einem gedrängtem Programm zu genügen, die einzelnen Fahrer müssen halt Prioritäten setzen und ermöglichen somit auch denjenigen Kollegen attraktive Startgelegenheiten welche sonst oft zu kurz kommen.
  • Kommentar von Georges Giess  (gag)
    Sind denn im Weltverband keine ehemaligen Rennfahrer, die mitreden können?? Oder will man einfach wieder das Dopingproblem erhöhen??
  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    TDF, Giro und dem Weltverband geht es nicht um Sport und um dss Wohl der Sportler...$$$$$$....Nur Geld steht im Vordergrund. Man lernt nichts und irgendwann gehen sie unter....