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Zusammenfassung Bergzeitfahren TdR
Aus Sport-Clip vom 01.05.2022.
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Entscheidung im Bergzeitfahren Wlassow gewinnt Tour de Romandie – Mäder brilliert als Zweiter

  • Nicht der bisherige Leader Rohan Dennis, sondern Alexander Wlassow gewinnt die 75. Tour de Romandie.
  • Gino Mäder zeigt ein starkes Bergzeitfahren hinauf nach Villars und beendet die Tour auf Rang 2.
  • Den Tagessieg sichert sich Wlassow vor dem Deutschen Simon Geschke und Mäder.

Mit 19 Fahrern innerhalb von bloss 65 Sekunden in der Gesamtwertung war vor dem finalen Bergzeitfahren in der Tour de Romandie Hochspannung angesagt. Auf der 15,8 km langen Strecke mit ihren knapp 900 zu bewältigenden Höhenmetern von Aigle hinauf nach Villars sollte sich die Spreu vom Weizen trennen. Und das tat sie. Aber nicht nach dem Gusto von Leader Rohan Dennis.

Der Australier musste das Leadertrikot, das er auf der 1. Etappe übernommen hatte, bei letzter Gelegenheit noch abgeben. Und zwar an Alexander Wlassow. Der Russe vom deutschen Team Bora-Hansgrohe holte seinen Rückstand von 18 Sekunden locker auf und preschte dank der schnellsten Zeit des Tages ganz an die Spitze vor. Für den zweifachen Zeitfahr-Weltmeister Dennis blieb nach dem 22. Etappenplatz nur der enttäuschende 8. Rang in der Gesamtwertung.

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Mäder, Wlassow und Dennis kommen ins Ziel
Aus Sport-Clip vom 01.05.2022.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 19 Sekunden.

Mäder prescht auf das Podest vor

Hinter Wlassow sicherte sich der Schweizer Gino Mäder mit 50 Sekunden Rückstand den hervorragenden 2. Gesamtrang. Der Berner vom Team Bahrain-Victorious hatte die letzte Etappe nur von Position 6 in Angriff genommen, überholte aber dank der drittbesten Zeit des Tages im Rundfahrtsklassement noch Lucas Plapp (AUS), Ben O'Connor (AUS), Juan Ayuso (ESP) und eben Dennis. Gesamtdritter wurde der Deutsche Simon Geschke, der die Etappe 5 Sekunden vor Mäder auf dem 2. Platz beendete (31 Sekunden hinter Wlassow).

Wenn man zu Hause an der Tour de Romandie die Möglichkeit hat, auf das Podest zu fahren, dann muss man ‹all-in› gehen.
Autor: Gino Mäder

Für Mäder ist der 2. Platz bei der Tour de Romandie – dem ersten Podestplatz eines Schweizers seit Fabian Jeker (2.) vor 18 Jahren – ein weiteres Highlight in seiner noch jungen Karriere. Der 25-Jährige hat schon einen 5. Platz in der Gesamtwertung bei der Vuelta 2021 sowie Etappensiege beim Giro d'Italia und der Tour de Suisse (beide 2021) vorzuweisen.

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Mäder: «Ich bin etwas überwältigt»
Aus Sport-Clip vom 01.05.2022.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 40 Sekunden.

Er sei «etwas überwältigt», sagte Mäder im Ziel. Er sei volles Risiko gegangen, denn «wenn man zu Hause an der Tour de Romandie die Möglichkeit hat, auf das Podest zu fahren, dann muss man ‹all-in› gehen». Nun gönnt sich Mäder ein paar freie Tage. Danach stehen für ihn mit der Tour de Suisse und der Tour de France weitere Saison-Höhepunkte auf dem Programm.

SRF zwei, sportlive, 1.5.22, 13:45 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Franco Huber  (Fhub)
    Es ist (nicht) erstaunlich, welche Verbände sich als zumindest apolitisch, politisch unbedarft oder gar klar (finanz-)politisch zeigen. Schade fürs Hockey, schade fürs Rennrad. Was kommt als nächstes? Der Sport als dolches hat seine Unschuld längst verloren, nicht erst seit Nlaater, Qatar, Infantino , Peking und dem IOC.
  • Kommentar von Peter Winkler  (Peter Winkler)
    Das war heute eine richtige Galavorstellung von Gino Mäder, der 2. Gesamtrang der mehr als verdiente Lohn für diesen Parforceritt. Etwas enttäuschend dagegen das Abschneiden unseres zweiten Raddiamanten. Trotz der nicht optimalen Vorbereitung, hat man ganz allgemein von Mark Hirschi mehr erwartet.
    1. Antwort von Peter Müller  (1898YB)
      Er ist noch nicht dort, wo er 2020 war. Das ist aber verständlich. Was mir ein wenig Sorgen bereitet, ist, dass er in den Sprints enorm weit weg von seiner besten Verfassung ist. Wird er diese Explosivität, die er für Klassikersiege braucht, wieder finden? Wenn seine körperlichen Probleme tatsächlich endgültig vorbei sind (dachte man ja auch schon 2020, dank der Coronapause), wird er noch grosses erreichen, ist ja noch sehr jung!
  • Kommentar von Stefan Zürcher  (Bärner89)
    Bravo Gino Mäder Top Leistung.