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Flandern-Rundfahrt der Männer Einmal mehr macht Pogacar am vorletzten Anstieg den Unterschied

Im Finale waren es einmal mehr die beiden Radsport-Giganten Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel, die den Sieg an der 110. Flandern-Rundfahrt unter sich ausmachten. Die Entscheidung fiel wie in den Jahren zuvor am Oude Kwaremont, dem vorletzten Anstieg des Tages. Und sie fiel zugunsten des Slowenen: van der Poel konnte Pogacars Antritt nicht folgen und musste eine Lücke aufgehen lassen.

Diese vermochte der Niederländer auch in der Ebene nicht mehr zu schliessen. Nach dem Paterberg fuhr Pogacar die letzten rund 10 km solo der Ziellinie entgegen. Mit 34 Sekunden Vorsprung jubelte er nach 278,2 km in Oudenaarde über den zweiten Sieg in Serie an der «Ronde», den dritten insgesamt. Damit schloss er zu den Rekordsiegern des Pflasterstein-Monuments auf – und avancierte zum ersten Fahrer seit dem Schweizer Fabian Cancellara 2014, dem die Titelverteidigung in Flandern gelang.

Erste Selektion schon am Oude Kwaremont

Für die Vorentscheidung hatte Pogacar 57 km vor dem Ziel gesorgt. Beim zweiten von drei Anstiegen des Oude Kwaremont verschärfte der Slowene das Tempo – und nur die grossen Namen konnten folgen. Van der Poel war beim Angriff seines Kontrahenten weit hinten positioniert und musste einen grossen Effort leisten, um wieder an Pogacars Hinterrad zu kommen.

Zusammen mit Evenepoel, der bei seiner Flandern-Premiere einen starken Eindruck hinterliess, fuhren die beiden Giganten wenig später in den Paterberg. Dieser bedeutete dann das Ende Evenepoels an der Spitze: Er musste Pogacar und van der Poel ziehen lassen und absolvierte die letzten rund 50 km mit konstantem Rückstand solo an dritter Position. Bei der Zieleinfahrt durfte er sich von den belgischen Fans in Oudenaarde als Podestfahrer feiern lassen.

Bahnschranke sorgt für ersten Aufreger

Schon nach rund einem Viertel der Renndistanz hatte etwa die Hälfte des Feldes eine unerwartete Pause einlegen müssen. Eine geschlossene Bahnschranke bremste unter anderem Favorit van der Poel aus – die Gruppe um den Niederländer musste rund zwei Minuten warten, bevor sie weiterfahren konnte.

Derweil wurde der vordere Teil des Feldes um Pogacar, der die Gleise noch vor dem Schliessen der Schranke passiert hatte, gebeten, das Tempo zu drosseln. Wenig später kam es im Feld wieder zum Zusammenschluss. Dies galt jedoch nicht für die Fluchtgruppe: Die zwölf Fahrer an der Spitze des Rennens durften ungehindert weiterfahren. Der Vorsprung von Silvan Dillier und Co. wuchs dadurch zwischenzeitlich auf fast 6 Minuten an.

So geht es weiter

Nach Flandern ist bekanntlich vor Paris-Roubaix. Die «Hölle des Nordens» findet am kommenden Sonntag statt. Das Rennen der Männer auf den berüchtigten Pflastersteinen sehen Sie ab 15 Uhr live im SRF-Stream in der Sport App und später auch auf SRF zwei, die Frauen können Sie ab 17:05 Uhr im Stream live mitverfolgen.

Rad

SRF zwei, sportlive, 5.4.2026, 14 Uhr ; 

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