- Alberto Bettiol gewinnt die 13. Etappe des Giro d'Italia.
- Der Italiener setzt sich aus einer Fluchtgruppe ab und siegt in Verbania am Lago Maggiore 26 Sekunden vor dem Norweger Andreas Leknessund.
- Johan Jacobs ist wie am Donnerstag Teil der Fluchtgruppe, die das Feld deutlich distanziert.
Alberto Bettiol wählte das Haupthindernis des Tages, um die entscheidende Attacke zu lancieren. Der 32-jährige Routinier setzte sich beim einzigen längeren Anstieg rund 15 Kilometer vor dem Ziel von den letzten Konkurrenten ab und kam zu einem souveränen Sieg. Der Norweger Andreas Leknessund verlor als Zweiter 26 Sekunden auf den Italiener, der drittplatzierte Belgier Jasper Stuyven 44 Sekunden.
«Die Familie meiner Freundin ist aus Verbania. Ich betrachte den Ort als mein zweites Zuhause», sagte Bettiol. Er habe genau gewusst, wann er angreifen müsse. Am Giro fuhr er nach der Ausgabe 2021 seinen insgesamt 2. Tagessieg ein. Für das Astana-Team war es bereits der 3. Etappenerfolg bei der diesjährigen Italien-Rundfahrt.
Jacobs erneut aktiv
Der 15-köpfigen Fluchtgruppe, die vom Feld ziehen gelassen wurde, gehörte auch Johan Jacobs an. Bereits am Donnerstag war der Schweizer aus der Groupama-FDJ-Equipe vorausgefahren. In der Schlussphase vermochte er jedoch nicht mitzuhalten. Er fiel rund 18 Kilometer vor dem Ziel aus der Entscheidung, nachdem er für Leader Josh Kench Führungsarbeit verrichtet hatte. Mit 4:13 Minuten Rückstand auf Bettiol belegte er Rang 15.
An der Spitze des Gesamtklassements blieb alles beim Alten. Der Portugiese Afonso Eulalio führt weiter 33 Sekunden vor dem zweimaligen dänischen Tour-de-France-Champion Jonas Vingegaard.
So geht es weiter
Zu einer Verschiebung in der Gesamtwertung könnte es am Samstag kommen. Die Bühne für das 14. Teilstück ist das Aostatal. Vom Hauptort Aosta geht es auf einem Rundkurs über 133 Kilometer hoch zum Skiort Pila auf 1793 Metern. Neben der Bergankunft stehen zwei weitere Bergpreise der ersten und je einer der zweiten und dritten Kategorie auf dem Programm.