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Grösster Sieg für Tudor-Fahrer Vom Eis aufs Rad: Quereinsteiger Jasch hängt alle ab

Der frühere Eisschnellläufer Lennart Jasch gewinnt im Tudor-Trikot völlig überraschend die Königsetappe der Tour of the Alps.

Radfahrer feiert mit Champagner auf der Bühne.
Legende: Lässt für Tudor nach seinem Gewaltsritt die Korken knallen Lennart Jasch. imago images/Sirotti

Bis Anfang 2024 hatte Lennart Jasch noch Eisschnelllauf betrieben und gehörte der deutschen Nationalmannschaft an. Im Gegensatz zu seiner jüngeren Schwester Maira Jasch (21), die bei Milano Cortina 2026 am Start stand, blieb dem 25-Jährigen eine Teilnahme an Olympischen Winterspielen verwehrt.

Nach einer Disbalance hatte Jasch 2023 in der Reha die Liebe zum Radsport entdeckt – und sattelte im wahrsten Sinne des Wortes um. In seinem neuen sportlichen Wirkungsfeld hat er, der seit dieser Saison der Schweizer Equipe Tudor angehört, nun einen ersten Höhepunkt erklommen.

Eisschnellläufer in Aktion auf der Eisbahn.
Legende: Seine Karriere 1.0 Bis vor gut 2 Jahren war Lennart Jasch im Oval als Eisschnellläufer unterwegs. imago images/Ernst Wukits

«Ein krasser Tag ...»

Jasch reüssierte nach einem Alleingang 25 km vor dem Ziel völlig verblüffend bei der Tour of the Alps. Auf der 4. Etappe über fast 170 km von Arco nach Trient schlug er alle – darunter Egan Bernal oder Tom Pidcock.

«Ich bin überfordert. Ich hätte nie damit gerechnet. Das war ein krasser Tag. Umso länger es ging, habe ich gemerkt, dass ich der Beste aus der Gruppe bin. Irgendwann habe ich mir ein Herz gefasst und bin losgefahren», so schilderte Jasch seinen Coup.

In berühmter Gesellschaft

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Quereinsteiger aus Winterdisziplinen sind im Radsport keine Ausnahme. Vor Jasch sorgten diesbezüglich schon Landsmann Florian Lipowitz als einstiger Biathlet oder Primoz Roglic für Schlagzeilen. Der frühere slowenische Skispringer ist mittlerweile reich dekoriert auf der Strasse: als Olympiagold-Gewinner im Zeitfahren 2021 in Tokio, 4-facher Vuelta-Champion oder Giro-Sieger im Jahr 2023.

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