Das alles überstrahlende Thema an der Delegiertenversammlung von Swiss Cycling in Bern war die Wahl des Präsidiums. Weil die bisherigen Co-Präsidenten Franz Gallati und Patrick Hunger nicht mehr zur Verfügung standen, ging es um eine neue Verbandsführung.
Dabei entbrannte ein Richtungskampf zwischen zwei Lagern mit den jeweiligen Kandidatinnen Luana Bergamin und Marisa Reich. Eines, das die in den vergangenen Jahren von Swiss Cycling eingeschlagene Richtung als gut empfand (Bergamin), sowie eines, das neue Wege beschreiten wollte (Reich).
Drei Stunden nach Beginn der DV und vielen emotionalen Voten ergab die Wahl ein knappes Ergebnis von 210 zu 180 Stimmen zugunsten von Bergamin. Die 40-Jährige, in der Politik wie in der Sportszene sehr gut vernetzt, bedankte sich für den Vertrauensvorschuss und sagte, dass sie das Amt «mit grosser Ehrfurcht» vor der Geschichte des Verbandes antrete.
Zum Vizepräsidenten gewählt wurde Andrew Thomas, der im Vorfeld dem Lager von Reich zugerechnet wurde. Reich verbleibt im neunköpfigen Vorstand.