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Keine Rad-WM in der Schweiz – UCI sucht nach Alternative
Aus sportaktuell vom 12.08.2020.
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Lockerung kommt zu spät Rad: Strassen-WM in der Schweiz findet nicht statt

  • Die Rad-Strassen-WM, die auf den 20. bis 27. September angesetzt gewesen wäre, findet nicht statt.
  • Grund dafür sind der Entscheid des Bundesrates, die 1000-Zuschauer-Begrenzung erst am 1. Oktober zu lockern, sowie auch die unsichere Lage bei den Einreisebeschränkungen.
  • Die Titelkämpfe sollen an einem anderen Ort in Europa stattfinden. Die UCI versucht, eine Ersatzlösung zu finden.

Der Ausrichter der Rad-Strassen-WM in Aigle und Martigny hatte es schon vor einer Woche angedeutet: Wenn das Veranstaltungsverbot vom Bundesrat nicht Anfang September gelockert wird, müssen die Titelkämpfe abgesagt werden.

Nach der Bundesrats-Medienkonferenz am Mittwoch haben sich die Organisatoren nun entschieden, die WM definitiv abzublasen. Der Anlass hätte vom 20. bis 27. September stattgefunden, das Veranstaltungsverbot fällt aber erst Anfang Oktober.

Den Ausschlag zu dem Entscheid gab nicht nur das Veranstaltungsverbot, auch die weltweit geltenden Reisebeschränkungen hatten einen Einfluss. Erst in der Nacht auf Mittwoch hatte zum Beispiel der australische Radverband angekündigt, keine Fahrer ausser den bereits in Europa weilenden Profis zur WM in die Schweiz zu schicken.

Nächster Grossanlass fällt Corona zum Opfer

Die Absage der WM reiht sich nahtlos in die Liste der gestrichenen und verschobenen Anlässe ein. Mit der Eishockey-WM in Zürich und Lausanne hat wegen der Coronavirus-Pandemie bereits ein sportlicher Grossanlass, der 2020 in der Schweiz stattgefunden hätte, abgesagt werden müssen.

«Es tut weh, aber es ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen der einzig richtige Entscheid – und der einzige, der in der Öffentlichkeit vertretbar ist. Insofern kommt er nicht unerwartet», meinte Markus Pfisterer, Geschäftsführer von Swiss Cycling.

UCI sucht nach Alternative

Damit müssen sich die Schweizer Radsport-Fans 4 Jahre gedulden, bis sie die besten Radprofis der Welt an einer WM in der Schweiz anfeuern können. Denn für 2024 ist die Strassen-WM ein weiteres Mal in der Schweiz (in Zürich) angesetzt. Entsprechend würden die 2019 eingeleiteten Förder- und Begleitmassnahmen aufrecht erhalten, so Swiss Cycling.

Ebenfalls nicht stattfinden können die Schweizer Meisterschaften, die als WM-Hauptprobe am 22. August in Aigle/Martigny im Programm standen.

Hoffnung bleibt für die Radsport-Fans betreffend der WM: Der Rad-Weltverband sucht derzeit nach Alternativen. «Wir garantieren die Durchführung der WM – ganz, oder zumindest Teile davon», sagte David Lappartient, Präsident des Radweltverbands UCI. Wenn möglich soll die Strecke ähnlich steil sein wie in Aigle/Martigny. Eine Entscheidung soll bis spätestens am 1. September getroffen werden.

SRF1, Übertragung Bundesrats-Entscheid, 12.08.2020, 15:00 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Rueegsegger  (Matterhorn+234)
    Dass die Rad-WM abgesagt wurde, kommt nun vielen Rennfahrern entgegen, weil der neue Terminkalender völlig überladen ist. So kann nun auch Küng seinen Leader Pinot bis zum letzten Tag der Tour unterstützen.
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    1. Antwort von Ramona Keller  (Ramona Keller)
      Stimmt so nicht ganz. Die UCI will bis Ende Monat die Möglichkeit prüfen einen neuen Standort für die Ausrichtung zur selben Zeit zu finden. Die Schweiz hat sich also wegen ein paar Tagen aus dem Rennen katapultiert. Schade!
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    2. Antwort von Pierre Schüpbach  (pschuep)
      Der WM Beginn war auf den 20. September terminiert. Also elf Tage vor dem 1. Oktober. Jetzt endlich will der Bundesrat ein Konzept für Grossanlässe erarbeiten. Dies war wegen... Sommerferien nicht früher möglich. Rücksicht auf eine Rad-WM in den Kantonen Waadt und Wallis? Fehlanzeige. Flexibilität? Nein, nur Desinteresse und Gleichgültigkeit. Lausig. Aber das nützt den Organisatoren, Hotellerie und Tourismus leider auch nicht.
      Die UCI wird es schaffen eine Alternative zu finden.
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  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Erbärmliche Zwängerei und vermutlich ein Versuch noch Zugeständnisse zu erschleichen. Aber macht nichts, wir würden in dem "Sport" ja eh erst in ca. 10 Jahren, nach Auswertung der gelagerten Doping-Pipis wissen, wer "wirklich" Weltmeister wurde. Damit das gleich klar ist: ich bin auch Riesen-Radsport-Fan - aber Zuviel ist Zuviel!... ;-))
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  • Kommentar von Philipp Kleger  (phil_90)
    Weshalb wurde die Veranstalltung abgesagt? Ist die Anzahl Athleten Betreuer und Staff zu gross? Am Strassenrand werden ja wohl kaum Tickets verkauft.
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    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Kleger, die Obergrenze von 1000 Personen gilt auch für Leute, die kein Billet kaufen oder kaufen müssen. Da würden neben dem ganzen Tross der Fahrer/innen, Betreuer/innen, Sponsoren und Rennbegleitetenden nur ganz wenige übrig bleiben, die man entlang der Strecke(n) als Zuschauende zulassen dürfte. Dafür wären die Organisatoren verantwortlich, das heisst sie müssten zusätzliche Absperrungen und zusätzliches Sicherheitspersonal einsetzen. Ein Ding der Unmöglichkeit!
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