Mailand–Sanremo und Tadej Pogacar sind noch keine Liebesgeschichte. Der Klassiker ist eines der wenigen Rennen, das der Slowene noch nicht gewinnen konnte. Am Samstag nimmt er zum 6. Mal Anlauf.
Die Route führt über fast 300 km von Pavia an die Mittelmeerküste, wo im Finale einmal mehr das wohl lauteste «Crescendo» im Radsport wartet. Auf den Cipressa- und Poggio-Anstiegen – den letzten Steigungen des Tages – versuchte Pogacar in den letzten Jahren, die Konkurrenz abzuschütteln. Damit sorgte er nach einem lange berechenbaren Rennen jeweils für Hochspannung.
Auch in diesem Jahr dürfte dies der Fall sein. Pogacar wurde in den letzten Wochen mehrmals beim Training auf der Strecke gesichtet. Die 5,6 km lange Cipressa soll er in 8:51 Minuten hochgerast sein – noch schneller als im letzten Jahr.
Leichtes Spiel wird er nicht haben. Denn Mathieu van der Poel, der Pogacar in Sanremo schon zweimal vor der Sonne stand, ist auch am Start – und der Niederländer erfreut sich einer guten Form. Es ist angerichtet für eine weitere spannende Ausgabe der «Primavera».