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An der Seite von Candice Lill Keller wird am Cape Epic zur Teamsportlerin und Mechanikerin

Mountainbikerin Alessandra Keller nimmt erstmals am Cape Epic teil. Die Schweizerin will um den Sieg fahren.

Eigentlich ist Alessandra Keller eine Spezialistin für die kurzen Distanzen. Sechs ihrer acht Weltcupsiege fuhr die Mountainbikerin im Short Track ein. In der Disziplin mit einer Fahrzeit von rund 20 Minuten holte sie im vergangenen September im Wallis auch den WM-Titel.

Nun wagt sich Keller auf neues Terrain. Mitte März nimmt sie erstmals am Cape Epic teil. Das Etappenrennen in Südafrika führt während acht Tagen über 692 Kilometer und fast 16'000 Höhenmeter von Montagu nach Stellenbosch. «Es war schon immer ein Ziel und ein Traum, teilzunehmen. In dieser Saison passt es perfekt», begründet die 30-Jährige ihren Start.

Schweizerinnen traditionell erfolgreich

An ihrer Seite fährt die einheimische Candice Lill. Im Gegensatz zu Keller bringt die Südafrikanerin viel Erfahrung mit. Lill stand schon acht Mal am Start der «Tour de France der Mountainbiker» und beendete das Rennen fünf Mal auf dem Podest. Newcomerin Keller kann auf Tipps ihrer Partnerin zählen und macht keinen Hehl aus ihren Zielen. «Wir haben Ambitionen zu gewinnen. Es sind acht harte und intensive Tage und wir haben uns bestmöglich vorbereitet.»

Keller wäre nicht die erste Schweizerin, die am Cape Epic triumphiert. Esther Süss machte 2012 den Anfang und siegte fünf Jahre später noch einmal. Dazwischen trug sich auch Ariane Lüthi (2014-2016) mehrfach in die Siegerinnenliste ein. Aber auch aktive Teamkolleginnen von Keller haben das Rennen in Südafrika schon gewonnen. Sina Frei triumphierte 2021, vor zwei Jahren siegte Nicole Koller.

Noch mehr als im Weltcup können beim Cape Epic Defekte eine entscheidende Rolle spielen. Allerdings ist man in Südafrika auch auf die eigenen Flickkünste angewiesen. Ein Testrennen hat das Duo Keller/Lill bereits absolviert, prompt fing Keller sich zwei Platten ein. «Ich habe sie erfolgreich flicken können. Für mich war das ein mechanischer Testlauf.»

Neu ist auch, dass Keller mit Lill eine Partnerin an der Seite hat, die Nidwaldnerin hat diesbezüglich aber keine Bedenken. «Der Switch wird mir leicht fallen. Ich stehe normalerweise zwar alleine an der Startlinie, habe aber ein grosses Team im Hintergrund. Wir stehen auch in Südafrika als Team am Start.»

SRF zwei, «Sportflash», 27.02.2026, 19:30 Uhr ; 

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