- Mountainbikerin Sina Frei gewinnt zum Saisonauftakt im südkoreanischen Yongpyong das Short-Track-Rennen.
- Die Zürcherin lanciert zu Beginn der letzten Runde die entscheidende Attacke.
- Bei den Männern fährt Dario Lillo auf den 3. Platz.
Besser hätte die neue Weltcupsaison aus Schweizer Optik nicht beginnen können. Im Short Track der Frauen, dem ersten Rennen des Jahres, ging der Sieg im südkoreanischen Yongpyong in die Schweiz. Es war Sina Frei, die sich im Ziel feiern lassen durfte.
Die Olympia-Zweite von Tokio 2021 bewies in Yongpyong, dass sie nicht viele Erfahrungswerte braucht, um auf einer Strecke schnell zu sein. Der MTB-Tross gastiert im Rahmen des Weltcups nämlich erstmals in Südkorea, die anspruchsvolle Piste konnte erst am Vortag ein erstes Mal befahren werden.
Frei geht auf der Schlussrunde «all-in»
Frei lancierte die entscheidende Attacke eingangs der zehnten und letzten Runde. Im giftigen Anstieg trat die Zürcherin vehement in die Pedalen und riss eine Lücke auf. In der Abfahrt ging die 28-Jährige volles Risiko und rettete einen knappen Vorsprung auf Evie Richards (GBR) und Martina Berta (ITA) ins Ziel. Für Frei ist es der 3. Sieg in der Sparte Short Track.
«Es fühlt sich unglaublich an. Ich bin auf der letzten Runde ‹all-in› gegangen. Ich kann mir keinen besseren Saisonstart vorstellen», sagte eine überglückliche Frei im Ziel. Zweitbeste Schweizerin war Nicole Koller auf Rang 14 (+0:24). Jolanda Neff fuhr auf den 20. Schlussrang (1 Runde zurück). Alessandra Keller verzichtete auf die Reise nach Südkorea.
Lillo erstmals auf dem Podest
Im Short Track der Männer legten die Schweizer eine unglaubliche Teamleistung an den Tag. Gleich ein Sextett klassierte sich in den Top 9. Die Plätze 1 und 2 gingen allerdings an andere Fahrer. Den Sieg sicherte sich Mathis Azzaro (FRA) vor Simone Avondetto (ITA). Als Dritter fuhr der 24-jährige Dario Lillo erstmals in seiner Karriere auf das Weltcup-Podest. Lillo bestreitet erst seine 2. Saison bei der Elite.
Filippo Colombo zeigte ein sehr aktives Rennen und bestimmte über weite Strecken das Tempo an der Spitze. Der Tessiner wurde am Ende Fünfter. Hinter ihm brillierte Finn Treudler, der amtierende U23-Weltmeister im Cross Country, in seinem ersten Rennen bei der Elite auf Position 6. Fabio Püntener, Vital Albin und Lars Forster belegten die Plätze 7 bis 9.