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Wechsel auf grösseres Rad Keller: «Ich bin kein Versuchskaninchen für ein 32-Zoll-Rad»

Für Alessandra Keller steht ein Wechsel auf ein grösseres Rad bevor. Man verspricht sich einige Vorteile davon.

Am vergangenen Sonntag fuhr Alessandra Keller im österreichischen Leogang als Dritte aufs Podest, dieses Wochenende peilt sie in Lenzerheide im Short-Track- und im Cross-Country-Rennen Heimerfolge an. So weit, so normal für einen Mountainbike-Profi. Nun könnte Keller aber einen sich anbahnenden Paradigmenwechsel im Mountainbikesport anstossen: einen Wechsel der Radgrösse von 29 auf 32 Zoll.

Weshalb ergibt ein grösseres Rad Sinn?

Erst vor wenigen Jahren wurde im Mountainbike von den meisten Athletinnen und Athleten bei der Radgrösse ein Wechsel von 26 auf 29 Zoll vollzogen. Der Haupteffekt beim Wechsel auf noch grössere Räder ist derselbe, wie bei jenem auf 29 Zoll: Der Anrollwinkel auf Hindernisse ist flacher und das Rad liegt auch flacher auf dem Boden.

Die Strecke in Lenzerheide eigne sich ideal für die Probe ihres Prototyps, meint Keller: «Hier ist die perfekte Strecke, um das zu testen – vom Überrollen von Hindernissen wie Wurzeln und Steinen her. Es ist sehr trocken und wird wohl ein sehr schnelles Rennen. Das kommt dem grösseren Rad auch entgegen.» Letzten Endes geht es bei diesem Radwechsel aber vor allem darum, Zeit einzusparen. Diesbezüglich macht man sich grosse Hoffnungen: Es kursieren Angaben von bis zu 110 Sekunden weniger auf ein Cross-Country-Rennen.

Person auf einem Mountainbike fährt einen steilen Waldweg hinab.
Legende: Hier noch mit dem kleineren Rad unterwegs Alessandra Keller (hier beim Rennen in Nove Mesto). Keystone/Maxime Schmid
Es muss ein Fahrrad sein, das ‹verhebt›, konkurrenzfähig ist und mit dem ein Sieg möglich ist.
Autor: Alessandra Keller

So ganz traut Keller der Sache aber noch nicht. Denn noch am Mittag vor dem Short-Track-Rennen am Abend wollte sie sich nicht festlegen, ob sie mit dem Prototyp, den sie zuvor schon während mehrerer Stunden getestet hatte, an den Start gehen wird. Die 29-Jährige merkt an: «Es braucht die besten Gegebenheiten, um den Prototyp zu fahren.»

Sie möchte zwar einerseits allfällige weitere Prozentpunkte herauskitzeln, andererseits den eigenen Erfolg aber auch nicht gefährden. Ihre Anforderungen an das Velo mit grösseren Rädern sind klar: «Es muss ein Fahrrad sein, das ‹verhebt›, konkurrenzfähig ist und mit dem ein Sieg möglich ist.»

TV-Hinweis

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Die Mountainbike-Rennen in Lenzerheide können Sie live bei SRF verfolgen:

  • Freitag ab 17:50 Uhr: Short-Track-Rennen auf SRF zwei
  • Sonntag ab 14:10 Uhr: Cross-Country-Rennen auf SRF zwei und später SRF info

In beiden Fällen starten zunächst die Frauen und die Männer folgen.

Ein Sieg ist für Keller generell möglich. Ob sie beim Heimweltcup reüssiert, entscheidet sich nicht nur durch die Grösse ihres Rads. Bei der Entscheidung, ob sie überhaupt mit dem grösseren Rad fährt, entscheidet auch nicht sie alleine. Aber als Athletin habe sie das letzte Wort.

Mountainbike

SRF zwei, Sportlive, 14.06.2026, 11:45 Uhr ; 

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