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Nach Schlag gegen Gegner Froome-Helfer Moscon von der Tour ausgeschlossen

Der Italiener Gianni Moscon muss nach einem Schlag gegen einen Franzosen die Heimreise antreten.

Gianni Moscon.
Legende: Muss die Heimreise antreten Gianni Moscon. Imago

Das Team Sky um den Gesamtführenden Geraint Thomas und den zweitplatzierten Titelverteidiger Chris Froome hat vor den schweren Pyrenäen-Etappen der 105. Tour de France einen Helfer verloren.

Der Italiener Gianni Moscon wurde nach einem Schlag gegen den französischen Fahrer Elie Gasbert vom Team Fortuneo-Samsic während der 15. Etappe am Sonntag von der Frankreich-Rundfahrt ausgeschlossen.

Der 24-jährige Tour-Debütant hatte bereits 800 Meter nach dem Etappenstart in Milliau mit der rechten Hand gegen den Kopf des hinter ihm fahrenden Gasberts geschlagen.

«Wir unterstützen und akzeptieren die Entscheidung der Renn-Organisatoren», sagte Sky-Teamchef Dave Brailsford: «Gianni ist zutiefst enttäuscht über sein Verhalten und weiss, dass er damit sich selbst, dem Team und dem Rennen Schaden zugefügt hatte.» Sky will nach der Tour entscheiden, ob man weitere Massnahmen ergreift.

Schon zuvor negativ aufgefallen

Es war nicht das erste Mal, dass Moscon negativ auffiel. Bei der Tour de Romandie 2017 soll er den dunkelhäutigen Franzosen Kevin Reza rassistisch beleidigt haben. Sky suspendierte Moscon daraufhin für sechs Wochen.

Im letzten Oktober wurde der 24-Jährige beschuldigt, den Schweizer Sébastien Reichenbach beim Eintagesrennen Tre Valli Varesine absichtlich vom Rad gestossen zu haben. Der Unterwalliser vom Team Groupama-FDJ hatte sich beim Sturz den Ellenbogen gebrochen und später Anzeige gegen Moscon erstattet. Der Weltverband UCI sprach den Italiener schliesslich Ende Juni mangels Beweisen frei.

Sendebezug: SRF info, sportlive, 22.07.2018, 17:00 Uhr.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Jos Schmid (Jos Schmid)
    Moscon hat Reichenbach vom Rad gestossen, weil Reichenbach (als Einheimischer bei der Tour de Romandie) zuvor bei der Tourleitung eine rassistische Äusserung Moscons gegeüber einem dunkelhäutigen Fahrer gemeldet hatte. Nun fragt sich ob leistungssteigernde Substanzen zu so einem inakzeptablen Verhalten führen?
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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Das ist leider kein Sportler, sondern ein Rüppel und solche Typen schaden dem Sport. Er soll wieder arbeiten gehen wo er weniger Schaden anrichten kann.
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