- Tadej Pogacar gewinnt Lüttich-Bastogne-Lüttich solo. Es ist sein 4. Sieg bei diesem Monument, der 3. in Serie.
- Es ist sein 3. Sieg bei den diesjährigen Frühjahrsklassikern, einzig bei Paris-Roubaix wurde er geschlagen.
- Paul Seixas wird 14 km vor dem Ziel von Pogaar stehen gelassen und 2., Remco Evenepoel komplettiert das Podest.
Am letzten Anstieg, der Côte de la Roche-aux-Faucons rund 14 Kilometer vor dem Ziel in Lüttich, war es soweit: Tadej Pogacar schaute zurück zum letzten verbliebenen Fluchtkollegen und liess diesen stehen. Der erst 19-jährige Sieger der Flèche Wallonne, Paul Seixas (Team Decathlon) konnte dem Slowenen nicht mehr folgen. Pogacar musste dafür nicht einmal aus dem Sattel gehen.
Spannung liess der Kapitän des Team Emirates nicht mehr aufkommen, solo fuhr er seinem 4. Triumph bei Lüttich-Bastogne-Lüttich entgegen – dem 3. in Serie. Nach 4 von 5 absolvierten Monumenten in dieser Saison sieht Pogacars imposante Bilanz wie folgt aus: 3 Siege, einmal Zweiter, bei Paris-Roubaix.
Seixas auch auf dem Podest
Gegen Pogacar war für Seixas letzten Endes kein Kraut gewachsen, nach hinten liess der junge Franzose aber auch nichts mehr anbrennen. Der Kampf um den letzten Platz auf dem Podest war der umkämpfteste: Es kam zum Massensprint. Diesen entschied der Amstel-Gold-Race-Sieger Remco Evenepoel vom Team Red Bull-Bora-Hansgrohe für sich.
Am gleichen Ort wie letztes Jahr angegriffen
Nachdem eine bis zu 50-köpfige Fluchtgruppe – mit unter anderen Evenepoel, aber ohne Pogacar – mit maximal 4 Minuten Vorsprung 82 Kilometer vor dem Ziel gestellt worden war, passierte lange wenig. Einem zaghaften Ausreisserversuch 77 Kilometer vor dem Ziel von Maximilian Schachmann (Soudal Quick-Step) setzte das Feld ein jähes Ende.
Rund 35 Kilometer vor der Ziellinie in Lüttich erfolgte dann der nächste nennenswerte Angriff: Pogacar zog an der Côte de la Redoute das Tempo an. Dort hatte er schon im letzten Jahr seinen entscheidenden Angriff lanciert. Heuer konnte er sich des Grossteils der Konkurrenz entledigen, einzig Seixas konnte ihm folgen. Diesen hängte er dann später auch noch ab auf dem Weg zu seinem nächsten Klassiker-Sieg.
So geht es weiter
Die Frühjahresklassiker sind damit fürs Jahr 2026 Geschichte. Als Nächstes steht das erste Etappenrennen der Saison in der Schweiz, die Tour de Romandie, auf dem Programm. Die Rundfahrt in der Westschweiz beginnt am Dienstag mit dem Prolog in Villars-sur-Glâne, den Sie ab 15:30 Uhr auf SRF zwei verfolgen können. Pogacar wird auch dort am Start stehen.