- Fredrik Dversnes Lavik (NOR/Uno-X Mobility) gewinnt den Sprint der Spitzengruppe in Mailand nach 157 sehr flachen Kilometern.
- Die Sprinterteams gehen leer aus und können nur noch zuschauen, wie die Ausreisser um den Etappensieg sprinten.
- Nach dem Ruhetag am Montag gastiert der Giro am Dienstag im Kanton Tessin.
Eine 157 Kilometer lange Etappe mit lediglich 200 Höhenmetern, keine kategorisierten Anstiege und eine Rennleitung, die die 15. Etappe schon vor der letzten Runde für die Gesamtklassementsfahrer neutralisierte. Alles war angerichtet für einen Massensprint auf den Strassen Mailands.
Doch eine vierköpfige Spitzengruppe ging mit einem Vorsprung von 38 Sekunden aufs Feld auf die letzte, 16 Kilometer lange Runde – 4 solcher Runden galt es total zu absolvieren – durch Mailand. Sie bestand aus Fredrik Dversnes Lavik und den drei Italienern Mattia Bais, Mirco Maestri (beide Team Polti VisitMalta) und Martin Marcellusi (Bardiani CSF 7 Saber).
Spitzengruppe rettet Vorsprung ins Ziel
Der Vorsprung hatte maximal 2:30 Minuten betragen und nur etwas mehr als eine Runde vorher noch 2 Minuten. Lediglich eine Frage der Zeit schien es, bis die Ausreisser gestellt würden. Doch das Feld kam nicht heran, die 4 Ausreisser schafften es tatsächlich, einen Massensprint um den Etappensieg zu verhindern, und machten den Tagessieg unter sich aus.
Dversnes Lavik holte dort schnell einen kleinen Vorsprung auf die anderen drei heraus. Maestri kam beinahe noch heran, der Tagessieg ging aber an den Norweger, der schon früh zum Jubeln ansetzte. Für den Norweger ist es der erste Etappensieg an einer Grand Tour und der grösste Erfolg seiner Karriere.
So geht es weiter
Am Montag steht der zweite Ruhetag am diesjährigen Giro an. Danach geht es in die Schweiz: Die 15. Etappe, die in Bellinzona startet, endet mit einer Bergankunft in Cari in den Tessiner Alpen nach 113 Rennkilometern.