- Die Deutsche Franziska Koch triumphiert völlig überraschend beim Frauen-Rennen von Paris-Roubaix.
- Das Podest komplettieren mit Marianne Vos und Pauline Ferrand-Prévot 2 ehemalige Weltmeisterinnen.
- Elise Chabbey fällt früh zurück und fährt als beste Schweizerin auf Rang 20.
Nach einem Angriff von Vorjahressiegerin Pauline Ferrand-Prévot rund 45 Kilometer vor dem Ziel hatte sich bei der 6. Austragung des Frauen-Rennens von Paris-Roubaix ein Spitzenquartett vom Feld abgesetzt. Und spätestens als sich mit Blanka Vas eine etablierte Fahrerin daraus verabschieden musste, schien klar, dass der Sieg – wie schon beim Triumph von Wout van Aert bei den Männern – an das Team Visma-Lease a Bike gehen würde.
Doch Franziska Koch schlug dem Top-Team ein Schnippchen. Die Deutsche vom Team FDJ United-Suez hielt sämtlichen Angriffen ihrer deutlich höher dekorierten Konkurrentinnen Marianne Vos und Ferrand-Prévot stand und setzte sich auf der Zielgeraden im Velodrome von Roubaix schliesslich knapp durch. Ein wahrlich sensationeller Coup, hatte Koch auf höchster Stufe doch noch nie einen Sieg eingefahren, während ihre Konkurrentinnen beide schon WM-Gold auf der Strasse geholt hatten.
Chabbey verpasst Spitzenplätze
Nichts mit der Entscheidung zu tun hatte Elise Chabbey. Die Schweizerin, die vor einem Monat sensationell die Strade Bianche gewonnen hatte, verpasste in der «Hölle des Nordens» den Moment, um mit dem Spitzenquartett mitzugehen und beendete das Rennen im Feld letztlich an 20. Stelle. Letztes Jahr war die 32-Jährige bei Paris-Roubaix noch 7. geworden.