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Staatsanwaltschaft ermittelt Radprofi Jakobsen aus Koma erwacht

Der Niederländer ist zwei Tage nach seinem verheerenden Sturz auf der Polen-Rundfahrt wieder bei Bewusstsein.

Der Niederländer Fabio Jakobsen.
Legende: Hat sich schwere Verletzungen im Gesicht zugezogen Der Niederländer Fabio Jakobsen. imago images

«Wir haben gute Nachrichten aus dem Krankenhaus in Sosnowiec. Fabio Jakobsen ist wieder aus dem Koma aufgewacht. Sein Zustand ist gut», teilten die Tour-Organisatoren am Freitag per Twitter mit.

Auch Pawel Gruenpeter, stellvertretender Direktor des Krankenhauses, äusserte sich am Freitag zum Zustand des Niederländers: «Der Patient ist bei Bewusstsein, kann Anweisungen ausführen und wird nicht mehr künstlich beatmet.»

Jakobsen war nach seinem Horror-Sturz auf der 1. Etappe der Polen-Rundfahrt während 5 Stunden operiert und anschliessend in ein künstliches Koma versetzt worden.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Staatsanwaltschaft in Polen hat derweil Ermittlungen aufgenommen. Sie will herausfinden, ob jemand Schuld an der Verletzung des Niederländers trägt oder ob der verheerende Massensturz die Folge eines Unglücks war.

Jakobsen war auf der Zielgeraden von Dylan Groenewegen bei hohem Tempo in die Absperrgitter gedrängt worden und stürzte in der Folge fürchterlich. Gegen Groenewegen wurde von der UCI ein Disziplinarverfahren eröffnet.

Archiv: Nach Jakobsens Sturz werden Verletzte versorgt
Aus Sport-Clip vom 07.08.2020.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Res Oppliger  (Camembaer)
    Das absolut rücksichtslose, über Leichen gehende Verhalten von Groenewegen ggü. seinem Landsmann Jakobsen ist das Eine. Hoffentlich schaut sich die poln. Staatsanwaltschaft neben den Bergabsprints auch die mörderischen, seitlichen Abschrankungen (span. Reiter) an. Ein Wunder, dass da bis jetzt nicht mehr passiert ist. Aber die UCI misst lieber die Sockenhöhe der Fahrer, als sie sich um deren Sicherheit kümmert.
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    1. Antwort von Jonas Theo  (Jonas Theo)
      Oh, bei diesen "Spanischen Reitern" ist schon einiges passiert. Z. B. Wout van Aert, der letztes Jahr bei der Tour de France sich das Bein aufgeschlitzt hat, als er daran hängengeblieben war. Traurig, dass erst mal einer in Lebensgefahr schweben muss, bevor die UCI auf die Idee kommt darüber zu reden.
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  • Kommentar von Manuel Sutter  (Manuell)
    Gemäss UCI war der Ausschlss von Sagan wegen dem Vergehen an Cavendish nicht gerechtfertigt (https://www.nzz.ch/sport/weiterer-sport/peter-sagan-haette-nicht-von-der-tour-de-france-ausgeschlossen-werden-duerfen-ld.1335827?reduced=true). Das war meines erachtens ein ziemich ähnliches Manöver.
    Wenn die UCI solche Statements abgibt ist es nicht verwunderlich, dass Sprinter solche Kurven fahren.
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    1. Antwort von Lukas Stähli  (LST)
      Sagan's Ausschluss damals war tatsächlich nicht gerechfertigt! Dieser wurde nämlich seinerseits vom späteren Etappensieger Arnaud Demare abgedrängt, welcher verbotenerweise seine Linie verliess und dafür ungestraft blieb. Sagan musste versuchen auszuweichen, was in dieser Situation jeder automatisch täte, und kam dabei unbeabsichtigt Cavendish in den Weg.
      Die beiden Fälle sind absolut nicht miteinander vergleichbar!
      Gute Besserung natürlich an Fabio Jakobsen!!
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  • Kommentar von Lorenzo Ancona  (Lyrikliebhaber)
    Der Sport ist kein rechtsfreier Raum. Es ist sehr richtig, dass geprüft wird, ob Groenewegen eine fahrlässige schwere Körperverletzung begangen hat.

    Die Strafuntersuchung sollte aber auch nicht ausklammern, dass die Polen-Rundfahrt wiederholt Bergab-Sprints durchführt, obwohl dies die UCI eigentlich verbietet (aber offenbar abnickt). Weshalb dies verboten wäre, haben wir diese Woche gesehen. Die Organisatoren und der Verband tragen damit eine Mitschuld am Unfall.
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    1. Antwort von Phaisto Siva  (Volcanos1886)
      Ich gebe Ihnen da vollkommen recht. Nicht nur im Radsport, sondern auch in anderen Sportarten sollten schärfere rechtliche Massnahmen geprüft werden z.B. nach brutalen Fouls (Fussball) oder Checks (Hockey).
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