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Roglic gewinnt die 4. Tour-Etappe vor Pogacar
Aus Sport-Clip vom 01.09.2020.
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Stichwort: Operation Aderlass Der Schatten über dem slowenischen Tour-Märchen

Primoz Roglic und Tadej Pogacar prägen die slowenische Rad-Erfolgsgstory. Doch es gibt Zweifel.

Ein slowenischer Doppelerfolg bei der ersten Bergankunft der Tour de France: Ex-Skispringer Primoz Roglic gewinnt die 4. Etappe vor Supertalent Tadej Pogacar. Zwei Fahrer aus einem 2-Millionen-Land ohne grosse Radsport-Tradition. Eine goldene Generation?

Hier der ehemalige Skispringer Roglic, der zu den Favoriten auf den Tour-Sieg gehört. Und da der erst 21-jährige Pogacar, der bei der letzten Vuelta als jüngster Fahrer 3 Etappen bei einer grossen Rundfahrt gewann. Daneben spielen mit Matej Mohoric und Jan Polanc zwei weitere Slowenen eine wichtige Rolle in ihren Tour-Teams.

Primoz Roglic vor Tadej Pogacar.
Legende: Der slowenische Doppelsieg bei der 4. Tour-Etappe Primoz Roglic vor Tadej Pogacar. imago images

Welche Rolle spielt Slowenien in der Blutdopingaffäre?

So weit, so gut. Doch nun zum unangenehmen Teil der Erfolgsgeschichte. Denn der slowenische Radsport wird auch von einem Verdacht begleitet – Stichwort: Operation Aderlass.

Die beiden slowenischen Radprofis Kristijan Koren und Borut Bozic wurden im letzten Herbst vom Weltverband UCI für 2 Jahre gesperrt. Sie gelten als Kunden des Erfurter Sportmediziners Mark S., der im Zentrum der Blutdopingaffäre steht. Auch der Kroate Kristijan Durasek, ein Ex-Kollege von Pogacar, wurde für 4 Jahre gesperrt.

Roglic mit Kontakt zu verdächtigtem Manager

Weiter hat die UCI Untersuchungen gegen den slowenischen Rad-Manager Milan Erzen eingeleitet. Brisant: Erzen war der Chefcoach des unterklassigen Teams Adria Mobil, als Roglic 2013 seine «zweite» Karriere begann.

Roglic jedoch spielte die Verbindung zu Erzen in der Vergangenheit herunter. Grossen Kontakt habe es nicht gegeben, so der neue Stern am Rad-Himmel. Auch wurden weder Roglic noch Pogacar in Verbindung mit der Operation Aderlass gebracht.

Inzwischen hält Roglic bei 41 Siegen auf Profi-Stufe. Der Vuelta-Gesamtsieg im Vorjahr markierte den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere.

SRF zwei, sportlive, 1.9.2020, 15:00 Uhr;

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Conca  (DCo)
    Jeder darf seine Meinung zu diesem Thema haben. Sobald diese jedoch öffentlich gemacht werden, so sollte jeder den gebührenden Anstand und die Fairness haben, nur zu urteilen, wenn man a) was von der Materie versteht (z.B. selber ambitioniert Sport betreibt und weiss, was möglich ist und was eher nicht), b) wenn a) zutrifft sich qualifiziert dazu äussert (z.B. nicht Anschuldigungen ohne vertiefte Recherche macht); meine Erfahrungen und das was man über Physis von Roglic weiss, ist das plausibel
  • Kommentar von Heinz Scheidegger  (Linescio)
    Kaum läuft ein prominentes Radrennen und kaum fällt einer oder eine durch eine gute Leistung auf, erscheinen wieder die üblichen Artikel mit irgendwelchen zwielichtigen Verbindungen und angeblichen Ungereimtheiten und alle stehen wieder unter Generalverdacht. Und das geschieht ausschliesslich im Radsport, oder wurde schon mal eine Fussballmann/frauschaft nach einem unerwarteten Sieg unter Dopingverdacht gestellt? Ich vertraue da voll auf die strengen Dopingkontrollen im Radsport.
  • Kommentar von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
    So Herr Burghardt, noch Fragen zum
    "Sauberen Radsport"? Im übrigen ist es in der Leichtathletik so, im Fussball auch und im Turnsport eben so! Alle die sagen, ihr Sport, sei der " saubere Sport", dem muss geholfen werden!! Kein Spitzensport mehr ohne Pillen und Spritzen! Traurig aber wahr!

    Doping gehört zum Spitzensport dazu, denn
    "The show must go on".
    Der Zuschauer will Höchstleistung sehen, alles andere interessiert den Zuschauer nicht!
    Wer redet denn von einem 8. Platz?
    NIEMAND!
    1. Antwort von Samuel Nogler  (semi-arid)
      Wenn Sie jede Pille und Spritze als "Doping" betrachten wollen, dann sind wohl auch über 90% der Zuschauer gedopt.
      Ich fiel schon vor Jahren wegen zu viel Kaffee durch die Dopingkontrolle. Es wurde inzwischen zwar aus der Dopingliste gestrichen, mein Ausschluss bleibt aber bestehen. Meine sportlichen Leistungen blieben aber trotz Kaffee immer sehr bescheiden.