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Studie entlarvt Planungen der Doping-Sünder (Radio SRF 1)
abspielen. Laufzeit 04:16 Minuten.
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Studie über Armstrong und Co. Wie Radsport-Doper jahrelang falsche Fährten auslegen

Dopingsünder im Radsport gehen proaktiv vor, um unentdeckt zu bleiben. Das sagt eine neue deutsche Studie.

Der deutsche Sportsoziologe Marcel Reinold von der Universität Göttingen hat die Autobiografien von 34 Radsportlern analysiert. In seiner Studie beschreibt er, wie überführte Dopingsünder zuvor gezielt und jahrelang Lügen erzählt haben, um ihre Vergehen zu vertuschen.

Bestes Beispiel dafür seien die beiden Autobiografien von Lance Armstrong, dem ehemals siebenfachen Tour-de-France-Sieger. Der US-Amerikaner sei wie folgt vorgegangen: Anstatt über das Thema zu schweigen, wie es viele Konkurrenten getan haben, nahm er gezielt Stellung, um weniger verdächtig zu erscheinen. Er habe immer betont, dass er nie gedopt habe.

Proaktiv betonen: Doping ist fast nicht möglich

Zudem wies Armstrong häufig darauf hin, wie streng und engmaschig die Dopingkontrollen im Radsport seien – um anzudeuten, dass unentdecktes Dopen eigentlich gar nicht möglich sei.

Wieso bei Doping-Geschichten oft nur die halbe Wahrheit ans Licht rückt und was der österreichische Langläufer Johannes Dürr damit zu tun hat, erfahren Sie im Audiobeitrag oben.

Radio SRF 1, Morgengespräch, 16.08.21, 06:20 Uhr;

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Radsport und Gewichtheben sind für mich die prädestinierten Sportarten für Doping. Solange bei einer Tour de France die Leute begeistert bei jeder Etappe vor der Flimmerkiste sitzen, obwohl sie soeben erfahren haben, es wurden Fahrer des Dopings überführt, solange wird dieser Sport nie sauber. Ich habe schon Fans erlebt, denen war es so egal, ob jemand verbotene Substanzen zu sich nimmt. Hauptsache Spektakel.
  • Kommentar von Philipp Spuhler  (PSp)
    Ferdy Kübler und Hugo Koblet gewannen die Tour de France ohne gedopt zu sein und auch Fabian Cancellera war nie gedopt, es geht also auch ohne. ;-)
    1. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Haha... der Witz des Tages. Zu Zeiten von Koblet und Kübler waren die Fahrer voll mit Amphetamin, Kokain, Heroin und anderen "grusigen" Sachen. Der Cocktail, den Tom Simpson 1967 im Blut hatte und der zu einem Herzstillstand führte, war fürchterlich. Dieses Ereignis führte endgültig dazu Doping zu verbieten. Simpson hatte schon 1965 gesagt, dass er immer gedopt sei, so wie alle anderen halt auch. Cancellara wurde zwar nie erwischt, er war aber ganz sicher auch "geladen".
    2. Antwort von Philipp Spuhler  (PSp)
      Gebauer, und die Tschütteler sind die allerheiligsten, wers glaubt wird selig..."lacht
  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Ohne die "Mitarbeit" der Kontrolleure würden die gesamten Lügengebäude überhaupt keine Wirkung haben. Egal ob es eine bewusste korrupte Mitarbeit ist oder nur Schlamperei oder Unvermögen, eine korrekte Umsetzung der Kontrollen würde eine langjährige Doper-Karriere deutlich abkürzen.