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Legende: Audio Bei der Tour de France hinkt die Gleichberechtigung hinterher abspielen. Laufzeit 02:20 Minuten.
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Tour de France ohne Frauen Nicht mal mehr im Schatten der Männer

Vor 10 Jahren bestritten die Radfahrerinnen letztmals eine Tour de France. Seither sind sie von der Bühne verschwunden.

Ganz von der grossen Tour-Bühne verschwunden sind Frauen bei der Frankreich-Rundfahrt nicht. Als «Podium Girls» übergeben sie an der Siegerehrung jeweils die Preise. Eine Tradition, gegen die sich in Zeiten der anhaltenden Gleichberechtigungsdebatte immer mehr Widerstand formiert.

Die letzte Tour de France der Frauen hat 2009 stattgefunden, damals bereits mit abgespecktem Programm. Ein Rechtestreit sowie die schwierige Suche nach Sponsoren bedeuteten vor 10 Jahren letztlich das Aus. Zum Vergleich: Alleine in diesem Jahr werden bei den Männern rund 2,5 Millionen Franken an Preisgeldern ausgeschüttet.

Näher am Breiten- als am Spitzensport

2005 hat mit Priska Doppmann eine Schweizerin die Tour de France der Frauen gewonnen. Die heute 48-jährige Zugerin bedauert, dass den Frauen keine grössere Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Nach wie vor sei der Frauen-Radsport mehr Breiten- als Spitzensport, sagt sie.

Im Audio-Beitrag oben spricht Doppmann über ihre schönsten Erinnerungen und weshalb sie diese gegen kein Geld der Welt eintauschen würde.

Sendebezug: Radio SRF 1, Bulletin von 18:45 Uhr, 10.07.2019

11 Kommentare

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  • Kommentar von yannick schmid  (yannickfcsg)
    Wiso wieder einführen, wenn es niemand sehen will? Dies hat nichts mit Gleichberechtigung, sondern mit dem Interesse der Zuschauer zu tun. Wenn es sich nicht finanziell lohnt, dann gibt es halt auch keine Sponsoren. So einfach. Bezüglich der Podium Girls, soll man da Männer hinstellen, die andere Männer küssen oder was?
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    1. Antwort von Stefan Trasser  (chiggifan)
      Einerseits hat es mit dem Interesse der Zuschauer zu tun, andrerseits mit dem Interesse der Frauen.
      Die haben anscheinend wenig Interesse daran, Rennrad zu fahren. Das können Sie auf jeder Strasse sehen. Keine Zuschauer geht ja noch, keine Athletinnen ist schon ein grösseres Problem.
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  • Kommentar von Dan Riesen  (Dan Riesen)
    Wie soll denn die "grosse Öffentlichkeit" überhaupt wissen, ob und wie spannend Frauenrennsport ist, wenn er nirgends zu sehen ist? Zuweilen braucht es etwas Anschubhilfe, damit die Spirale von Sichtbarkeit, Interesse und Sponsoring-Engagement in Gang kommt. War mit Wintersport oder Tennis auch so.
    Eine halbstündige Zusammenfassung einer Giro Rosa Etappe wäre jedenfalls massiv spannender als das TdF-Feld 120 km vor dem Ziel...
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  • Kommentar von reto huber  (Mr.Yellow)
    Und was ist mit all den Männerläufen dies nicht gibt? Wann Berichtet das SRF über dieses Problem? Täglich bitte, 3-4 Jahre lang.
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