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Tour verspricht Hochspannung Liebe Grüsse an «Pogi»: Hungriger Vingegaard vollendet Giro-Show

Jonas Vingegaard sendet mit seinem eindrücklichen Giro-Sieg eine Ansage an seinen Dauer-Konkurrenten Tadej Pogacar.

Jonas Vingegaard liess die waghalsigen Männer mit den schnellen Beinen um den prestigeträchtigen letzten Etappensieg in Rom sprinten, der unantastbare Däne rollte lieber gemächlich Arm in Arm mit seinen Teamkollegen über den Zielstrich, ehe er seine ebenfalls in Rosa gekleidete Familie in die Arme schloss.

Der 29-Jährige hatte sich auf den Etappen zuvor in beeindruckender Manier zum «Giro-Kaiser» gekrönt und mit seinem Erfolg bei der Italien-Rundfahrt auch eine Grussbotschaft an Tadej Pogacar gesendet: Der Slowene, der ansonsten alles Menschenmögliche gewinnt, wird sich bei der kommenden Tour de France mit dem wohl stärksten «Vingo» der Geschichte auseinandersetzen müssen.

Elitärer Kreis

Jener Vingegaard hatte schliesslich am Samstag bei der letzten schweren Etappe ein Ausrufezeichen hinter ein dreiwöchiges Machtwort gesetzt. «Eigentlich wollte ich das Rosa Trikot holen und eine Etappe gewinnen. Jetzt ist es Rosa plus fünf Etappen geworden. Das lief besser, als ich es mir vorstellen konnte», sagte Vingegaard im Ziel droben in Piancavallo am Dolomitenrand.

Dort hatte er die letzten Zweifel an seinem ersten Giro-Erfolg beseitigt, mit dem er in einen Elite-Kreis aufsteigt: Als achter Radsportler hat der zweimalige Toursieger und amtierende Vuelta-Champion alle drei grossen Landesrundfahrten mindestens einmal gewonnen. Unter anderem Legenden wie Eddy Merckx, Bernard Hinault und Jacques Anquetil gelang dies zuvor.

Wem es (noch) nicht gelungen ist: Tadej Pogacar. Und der Slowene dürfte zur Kenntnis genommen haben, mit welcher Dominanz sein Rivale bei der Tour ab dem 4. Juli nun durch den Giro gebrettert ist. Mit 29 Jahren fährt Vingegaard in der Form seines Lebens, agierte nach den Siegen bei Paris-Nizza und der Katalonien-Rundfahrt erneut in seiner eigenen Liga. Und muss dennoch damit leben, dass er bei der Tour nur Aussenseiter sein wird.

Double möglich

Dass der Tour-Giro-Doppelschlag möglich ist, zeigte aber der nach dem Klassiker-Frühling pausierende Pogacar 2024. Damals gewann er sechs Giro-Etappen und die Rundfahrt mit fast zehn Minuten Vorsprung, dominierte also noch deutlicher als Vingegaard nun. Bei der Tour siegte er klar vor dem aus einer Verletzungspause zurückgekehrten Dänen.

Diesmal kann es Vingegaard seinem Rivalen schwerer machen, bei der womöglich ersten wirklich engen Tour-Entscheidung im Gigantenduell – bislang lagen mindestens 2:43 Minuten (2022) zwischen beiden. Mit Frankreich-Gedanken wollte sich der Mann in Rosa am Sonntag aber noch nicht befassen: «Wir werden erstmal unseren Feiertag in Rom geniessen.» Veni, Vidi, Vingo – gewissermassen.

Livestream in der SRF Sport App, 29.05.2026, 15:00 Uhr ; 

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