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Triumph eines Umstrittenen Die 7. WM-Medaille ist endlich aus Gold

Mit 38 Jahren hat es doch noch geklappt: Alejandro Valverde ist Weltmeister. Der Höhepunkt einer umstrittenen Karriere.

Legende: Video Sagan hängt Valverde die Goldmedaille um abspielen. Laufzeit 01:00 Minuten.
Aus sportlive vom 30.09.2018.

Seit vielen Jahren gilt Alejandro Valverde als einer der besten Finisseure im Feld. Vor allem bei topographisch anspruchsvollen Rennen ist immer mit dem Mann aus der Region Murcia zu rechnen. 4 Mal gewann er Lüttich-Bastogne-Lüttich, gar 5 Mal die Flèche Wallonne mit dem Schlussanstieg zur Mur de Huy. Insgesamt 121 Rennen hatte Valverde in seiner Profi-Karriere bis zu diesem Sonntag gewonnen.

Schon sechs Mal auf dem WM-Podest

Auch bei Weltmeisterschaften war Valverde immer wieder in der Entscheidung dabei. 2003 und 2005 holte er Silber, 2006, 2012, 2013 und 2014 reichte es zu Bronze. Nun gab es in Innsbruck – im Herbst einer eindrücklichen Karriere – doch noch WM-Gold.

Legende: Video Alejandro Valverde: Der neue Weltmeister im Interview abspielen. Laufzeit 02:48 Minuten.
Aus sportlive vom 30.09.2018.

«Für mich wird ein Traum wahr, ich kann es noch gar nicht glauben. Dafür habe ich so lange gekämpft. Ich möchte meiner Mannschaft und dem gesamten Team ein grosses Dankeschön aussprechen», sagte Valverde nach seinem Triumph.

Im Finale habe er gewusst, dass er der Favorit sei und nicht versagen dürfe. «Ich habe versucht, mich so gut wie möglich vorzubereiten. 200 Meter vor dem Ziel habe ich angegriffen und es hat geklappt», so Valverde.

Legende: Video Alejandro Valverde sprintet zu WM-Gold abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Aus sportlive vom 30.09.2018.

Ein Hund in der Doping-Kartei

So schön der Triumph für Valverde sein mag, Freude wird man nicht überall haben. Denn der Vuelta-Sieger von 2009 gehört seit vielen Jahren zu den umstrittensten Fahrern im Feld. Von 2009 bis 2011 war er wegen seiner Verwicklung in die Blutdoping-Affäre um den berüchtigten Arzt Eufemiano Fuentes gesperrt – zunächst allerdings nur auf italienischen Strassen, deshalb der Vuelta-Sieg.

In der berühmten Kartei von Doktor Fuentes war Valverde unter dem Code «valv.piti» registriert. «Piti» war der Name seines Hundes.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 30.09.2018, 15:10 Uhr

14 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Ich wäre froh man wäre bei den Schweizer Sportler auch so Kritisch. Man feierte vor 2 Wochen hier die Silbermedaille von Maude Mathys an der Berglauf WM in Andorra, das auch sie schon wegen Dopingvergehens gesperrt wahr. In unserer Familie ist der Name ein schwarzes Tuch, doch SF hinterfragt nur Kritisch bei Ausländischen Sportler, das stört mich gewaltig!
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    1. Antwort von Martin Gebauer (Gebi)
      Mathys war nie wegen Dopings gesperrt. Ihr wurde Serophene, zur Einleitung der Schwangerschaft verschrieben. Dabei blieb sie an der ISMF-Weltmeisterschaften im Februar 2015 mit der Substanz Clomiphène in der Dopingkontrolle hängen. Sie hatte vergessen das Arzneimittel zu deklarieren. Dies brachte ihr schlussendlich eine Verwarnung ein, aber keine Sperre. Ob diese Geschichte stimmt kann ich nicht beurteilen. Grundsätzlich gilt immer die Unschuldsvermutung.
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  • Kommentar von Silvio Silla (Silla)
    Ich bin im Sommer jeden Dienstag auf der offenen Rennbahn in Örlikon. Ich sehe dort junge talentierte Sportler die alles geben, ihre Freizeit und vieles mehr. Trotzdem macht bei den Steher-Rennen bei einigen Zuschauern die Runde das Substanzen eingenommen werden. Nur schon dieser Generalverdacht in dieser Sportart nervt mich. Daran Schuld sind die Vorbilder die Doping betreiben. Dopen ist ein Verbrechen, die junge Nacheiferer, Fans und die Sportart betrügen.
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    1. Antwort von Marco Lee (Marco Lee)
      Schuld sind weniger die Sportler selbst, als vielmehr das ganze Theater rund um den Sport. Es geht nicht einfach ums Mitmachen, sondern nur ums Gewinnen. Niemand spricht vom 82-platzierten und sich lohnende Sponsorenverträge erhält man dafür auch nicht.. Also setzt man alles daran besser zu werden, und das geht ab einem gewissen Punkt nur noch via Doping. Spitzensport kann nicht rein sein.
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  • Kommentar von Rolf W. (Rantanplan)
    Es ist interessant, dass die Meisten hier Valverde in Schutz nehmen! Ich bin leider so weit, dass ich den Rad-Sport (und diverse andere Ausdauer-Sportarten) nicht mehr Ernst nehmen kann! Ich möchte, denn ich liebe Sport!! Aber wir sind in einer Zeit bei der Spitzenathleten alle bekannten legalen Möglichkeiten und noch nicht verbotene, innovative Wege inkl. Medis zur Leistungssteigerung ausnützen müssen, um gewinnen zu können. Talent alleine reicht leider nicht mehr! Ich bin skeptisch!!
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    1. Antwort von Klaus Rabl (koksi1)
      Ja genau - nur Roger Federer ist sauber. Gell.
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